DFL-Friedensgipfel für Schalke und Mainz

tw
23. März 2005, 12:37 Uhr

Richtig in den Haaren haben sich Schalke 04 und Mainz 05 wegen der Verletzung von Mimoun Azaouagh. Zwischen den beiden "Streithähnen" will die DFL (Deutsche Fußball Liga) daher auf einem "Friedensgipfel" vermitteln.

In den Beziehungen zwischen den Bundesligisten Schalke 04 und FSV Mainz 05 herrscht derzeit eine massive Disharmonie vor. Der Wechsel von Mittelfeldspieler Mimoun Azaouagh zu den "Knappen" diente dabei als Auslöser, entpuppte sich die Verletzung des vielversprechenden Talentes doch als weitaus schlimmer als vermutet.

Als schlichtende Instanz möchte sich jetzt die Deutsche Fußball Liga (DFL) hervortun. Nach einem Gespräch mit Vertretern beider Vereine wird die DFL nach Ostern einen Friedensgipfel initiieren. Bis dahin haben Schalke-Manager Assauer und sein Mainzer Kollege Christian Heidel "Waffenstillstand" vereinbart. "Wir hoffen, auf diesem Weg zu einer angemessenen Lösung im Sinne des Fußballs zu kommen", sagte Wilfried Straub, der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid).

Schalke will die ausgehandelte Ablösesumme in Höhe von rund 700.000 Euro für den im Winter verpflichteten Azaouagh nicht bezahlen, weil der Mittelfeldspieler wegen einer schweren Knieverletzung, die er sich im November mit Mainz zuzog, in dieser Saison nicht mehr spielen kann. Die Mainzer haben inzwischen einen Rechtsbeistand eingeschaltet, um die Ablösesumme einzuklagen. Eskaliert war der Streit zwischen beiden Klubs zuletzt am vergangenen Sonntag im Umfeld des 2:1-Sieges der Mainzer gegen Schalke.

"Bin Verdrängungskünstler"

Derweil will Azaouagh selbst den Gedanken an eine erfolgreiche Karriere als Fußball-Profi noch nicht gänzlich abschreiben, auch wenn ihm die behandelnden Ärzte erklärt haben, dass die Chancen auf Sportinvalidität bei "50:50" liegen. "Ich bin zuversichtlich und versuche, nicht dran zu denken, was sein könnte. Ich bin Verdrängungskünstler", sagte Azaouagh der Bild-Zeitung.

Autor: tw

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