Mladen Krstajic kann man nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Kommt ein Kind zur Welt, und sei es sein eigenes, der Profi geht der Arbeit nach.

SCHALKE - „Basketballer“ Mateja motiviert Krstajic zu Zahlenspielen

hb
19. März 2005, 12:32 Uhr

Mladen Krstajic kann man nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Kommt ein Kind zur Welt, und sei es sein eigenes, der Profi geht der Arbeit nach.

Mladen Krstajic kann man nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Kommt ein Kind zur Welt, und sei es sein eigenes, der Profi geht der Arbeit nach. „Der Fußball ist mein Job. Ich habe dem Trainer gesagt: Wenn ich mit ins Hotel fahre, spiele ich auch gegen die Bayern“, blickt Krstajic auf den vergangenen Samstag zurück, als die Niederkunft seines Sohnes Mateja unmittelbar bevor stand.

Am Sonntag um 10.45 Uhr erblickte der Stammhalter das Licht der Erde. „Es war eine problemlose Geburt, eine halbe Stunde nur“, hat ihm Frau Ljubica berichtet, mit der er noch die beiden Töchter Svetlana und Elena hat. Dabei ist Mateja ein richtiger Brocken, satte 4.100 Gramm verteilen sich auf stolze 58 Zentimeter. „Das wird ein Basketballer“, glaubt Krstajic, der sich am Wochenende noch in Erklärungsnot befand. „Klar, die Verwandten waren nicht so glücklich darüber, dass ich nicht dabei war. Aber es war die richtige Entscheidung. Der Sieg gegen Bayern hat für alles entschädigt“, weiß der Nationalspieler, der nach der Partie in Mainz für eine ganze Woche der Familie fern sein wird. Die WM-Qualifikation steht an, Serbien und Montenegro hat als Tabellenführer der Gruppe sieben gute Chancen, im nächsten Jahr in Deutschland aufzutrumpfen.

Da tat es gut, dass Trainer Ralf Rangnick Papa Mladen vorgestern einen zusätzlichen freien Tag gönnte. Denn seit Dienstag sind Mama und Sprössling wieder zu Hause im heimischen Düsseldorf. Gestern ließ sich der Ex-Bremer wieder auf Schalke blicken, aber nur behandeln. „Ich habe am Sonntag einen Schlag aufs linke Sprunggelenk gekriegt. Heute trainiere ich aber wieder voll mit“, untermauert der Verteidiger seinen Ruf als harter Hund.

Der Erfolg des FC Schalke hat sich inzwischen auch in seiner Heimat herum gesprochen. „Ganz Serbien rechnet schon damit, dass wir Meister werden“, hat Krstajic aus Belgrad erfahren. Und lässt sich gerne auf das passende Zahlenspielchen ein. „Jetzt habe ich drei Kinder, aber in Deutschland nur zwei Titel. Da fehlt doch ’was!“

Genau, und wenn das Verhältnis Ende Mai dann 4:3 für die Trophäen stünde: Der aktuelle Double-Gewinner könnte damit gut leben.

Autor: hb

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