Als VfL-Kapitän Marcel Maltritz vor einigen Tagen gefragt wurde, wer denn wohl die wertvollsten Spieler der abgelaufenen Spielzeit gewesen wären, überraschte der Routinier mit dem Namen Marc Pfertzel.

VfL: Allrounder Marc Pfertzel fiebert der Vorbereitung entgegen

„Bitte nicht noch Torwart“

22. Juni 2009, 13:17 Uhr

Als VfL-Kapitän Marcel Maltritz vor einigen Tagen gefragt wurde, wer denn wohl die wertvollsten Spieler der abgelaufenen Spielzeit gewesen wären, überraschte der Routinier mit dem Namen Marc Pfertzel.

Maltritz: „Er hat auf vielen Positionen ausgeholfen und überall einen prima Job gemacht.“ In der Tat: Ob als rechter oder linker Außenverteidiger, in der Innenverteidigung oder im defensiven und offensiven Mittelfeld, immer hinterließ der Franzose einen guten Eindruck. Pfertzel: „Jede neue Aufgabe war für mich eine große Herausforderung und Motivation. Ich wollte unbedingt, dass alle sagen: Das kann er auch spielen.“ Und auf das Lob vom Kapitän angesprochen, sagte er: „Ich freue mich sehr darüber. Das zeigt, dass ich Vertrauen besitze. Und das ist mir sehr wichtig.“

In Frankreich hat er seinen Urlaub verbracht, war zwischendurch eine Woche auf der Insel Mykonos und anschließend bis Samstag in Italien. Als Grund für den Besuch in seiner langjährigen Wahlheimat Livorno gab der Rechtsfuß an[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/012/133-12584_preview.jpeg Marc Pfertzel befindet sich bereits im Lauftraining (Foto: firo).[/imgbox]: „Mein bester Freund lebt da und außerdem war die Mannschaft, die 2003 den Aufstieg in die Serie A geschafft hat, zu einem Aufstiegsspiel der derzeitigen Mannschaft eingeladen.“ Als Pfertzel Samstagabend nach Frankreich zurückkehrte, telefonierte er pausenlos mit Livorno. Der Grund dafür: Nach einem 2:2 in Brescia hatte es Livorno in der Hand, im Rückspiel den erneuten Aufstieg in die erste Liga perfekt zu machen.

So langsam fiebert Pfertzel der Vorbereitung entgegen. Seit gut zwei Wochen nämlich hat er alle zwei Tage eine Laufeinheit eingeschoben, um die „Qualen“ des bevorstehenden Basis-Trainings etwas zu mildern.

Dass er wahrscheinlich wieder in die Rolle des „Feuerwehrmanns“ schlüpfen muss, daran hat er sich gewöhnt, empfindet es wohl gleichermaßen als Fluch und Segen für ihn persönlich. Nur eine Bitte hat er an seinen Trainer Marcel Koller: „Er soll mich bitte nicht als Torwart aufstellen. Dafür bin ich dann doch völlig ungeeignet.“

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