Bei frischen Mettenden mit Schnittlauch-Brot, Schweinekrusten-Braten, der legendären Arena-Bratwurst und natürlich frischem Veltins hat der FC Schalke 04 vor 200 geladenen Gästen das Richtfest für das „Gesundheits- und Rehabilitationszentrum AufSchalke” gefeiert.

Frommer Wunsch von Probst Andreas Corsmeier zum Richtfest für Rehazentrum

hb
15. März 2005, 11:53 Uhr

Bei frischen Mettenden mit Schnittlauch-Brot, Schweinekrusten-Braten, der legendären Arena-Bratwurst und natürlich frischem Veltins hat der FC Schalke 04 vor 200 geladenen Gästen das Richtfest für das „Gesundheits- und Rehabilitationszentrum AufSchalke” gefeiert.

Bei frischen Mettenden mit Schnittlauch-Brot, Schweinekrusten-Braten, der legendären Arena-Bratwurst und natürlich frischem Veltins hat der FC Schalke 04 vor 200 geladenen Gästen das Richtfest für das „Gesundheits- und Rehabilitationszentrum AufSchalke” gefeiert. Nach alter Handwerker-Tradition schön mit Kranz und blauer Schleife sowie flammender Poesie eines hoch oben auf dem Gerüst des Rohbaus thronenden Arbeiters, der trotz der frühen Stunde um 11.30 Uhr tapfer den bei solchen Anlässen üblichen Schnaps stemmte.

Das 20 Millionen Euro teure Gemeinschaftsprojekt der Schüchtermann-Schiller’schen Kliniken Bad Rothenfelde (SSK) und des FC Schalke 04 soll am 1. Oktober eröffnet werden und über 120 Arbeitsplätze schaffen. Als Betreibergesellschaft fungiert die „AufSchalke Servicezentrum für Gesundheit und Rehabilitation GmbH & Co. KG, deren Geschäftsführer Dr. Johannes Wiesemes (SSK) und Rudi Assauer sind. Der lobte das Werk als in die Philosophie des Vereins passend. „Hier wird unsere Lizenzspieler-Abteilung therapeutisch bestens versorgt. Und den einen oder anderen Privatpatienten wird es dazu bewegen, hierhin zu kommen, um mal einen Ailton, Bordon oder Krstajic in nächster Nähe zu sehen”, lachte der S04-Manager. „Das Rehazentrum passt in unsere Philosophie. Die Marke Schalke 04 ist so stark, dass wir sicher irgendwann zu großen Zulauf haben.” Assauer gab aber im Gedenken an den im Dezember 2004 verstorbenen ehemaligen Präsidenten Werder Bremens im gleichen Atemzug zu: „Ich bin traurig, dass der Mann, der die Idee zu diesem Werk hatte, nicht mehr unter uns weilt. Ich meine Dr. Franz Böhmert, ohne ihn hätten wir das nicht geschafft.”

150 ambulante Patienten kann das bei Fertigstellung 10.000 m² große Kompetenz-Zentrum für ambulante Rehabilitation und Gesundheit täglich verkraften. Ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Diplom-Sportwissenschaftlern, Pflegekräften, Psychologen, Ergotherapeuten, Logopäden, Ernährungsberatern und Sozialarbeitern werden sich um Hochleistungs-Sportler und ganz normale Leute kümmern. Feder führender Mediziner in der hoch modernen Einrichtung ist Ingo Liebert, Facharzt im Bereich Orthopädie. Die Vernetzung mit S04 stellt Dr. Christos Papadopoulos her. Der Grieche, bei den Königsblauen als Fitness-Coach gefragt, leitet die Abteilung Sportmedizin, Trainings- und Gesundheits-Management.

Bis es so weit ist, müssen noch einige Steine auf den anderen gesetzt werden. „Das wird der Wolkenkratzer der künftigen Gelsenkirchener Gesundheits-Skyline”, lieferte Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski die ins Bild passenden Superlative. Der Osnabrücker Architekt Wilfried Ohnesorge, für den Entwurf des Komplexes verantwortlich, sorgte am Freitag für die dazu gehörende Fußball-Metaphorik. „Das Richtfest ist wie die Halbzeit beim Fußball. Nach Planung, Einkäufen und taktischen Vorbesprechungen ertönte im Juli 2004 der Anpfiff. Jetzt beginnt die zweite Halbzeit. Wir werden bis zur letzten Minute alles geben, denn es gibt keine Nachspielzeit und keine Verlängerung“, dozierte der Bauherr des Zentrums.

Noch etwas tiefer in die verbale Trickkiste griff Probst Andreas Coersmeier. „Wenn mir jemand gesagt hätte, ich dürfte als Dortmunder Probst mal ein Grußwort auf Schalke sprechen, und das gleich nach Rudi Assauer, meine Oma hätte es nicht geglaubt“, kalauerte der gut gelaunte Geistliche bei seinem fast Comedy-haften Auftritt. „Wenn Uli Hoeneß am Sonntag-Nachmittag mit dem Bayern-Bus vorfährt, dann wird er staunen, was hier alles steht. Unser Haus ist nicht auf Sand, sondern auf Felsen gebaut“, lachte Coersmeier und schloss mit einer Prophezeiung, die bei Erfüllung wohl jeden Schalker in seine Probstei treiben wird: „Wenn schon Borussia Dortmund nicht Meister werden kann, dann, in Gottes Namen, Schalke 04!“

Autor: hb

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