Vor der Anteilseigner-Versammlung am kommenden Montag hält sich der Optimismus bei BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in Grenzen.

BVB vor "schwierigstem Tag der Vereinsgeschte"

10. März 2005, 17:05 Uhr

Vor der Anteilseigner-Versammlung am kommenden Montag hält sich der Optimismus bei BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in Grenzen. "Es ist der schwierigste Tag in der Vereinsgeschichte", fand Watzke deutliche Worte.

Vor der entscheidenden Anteilseigner-Versammlung des wirtschaftlich schwer angeschlagenen Bundesligisten Borussia Dortmund am kommenden Montag (14. März), gibt sich Hans-Joachim Watzke skeptisch. Dennoch bekräftigt der BVB-Geschäftsführer, dass es keine Alternative zu dem Konzept des Sanierers Jochen Rölfs gibt. "Die Versammlung wird kein Selbstläufer. Ich fahre mit gedämpftem Optimismus und einer gewissen Anspannung nach Düsseldorf. Es ist der schwierigste Tag in der Vereinsgeschichte", fand Watzke im Interview mit dem kicker deutliche Worte.

5800 Fondszeichner müssen auf der Versammlung der Stadiongesellschaft Molsiris einen Tag vor dem Ablauf der Frist zur Einreichung der Lizenzunterlagen bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) über das Sanierungskonzept entscheiden. "Wenn 25 Prozent den Daumen senken, dann war es das. Es gibt für uns keinen anderen Ausweg", macht der Nachfolger von Gerd Niebaum deutlich.

Am Montag ist Überzeugungsarbeit gefragt

Folgen die Anleger der Empfehlung der Fonds-Manager, würden für den BVB neun Millionen Euro frei. "Dieses Geld würde uns über das Saisonende hinaus reichen", erklärte Watzke, der aber Schwierigkeiten befürchtet. "Unser Konzept ist erklärungsbedürftig. Aber wir kennen die 5800 Fondszeichner nicht persönlich und können deshalb keinen Dialog mit ihnen führen."

Zu den Alternativen eines Anteilseigners, der 10.000 Euro investiert hat, sagt Watzke: "Wenn er mit Nein stimmt, erhält er 5800 Euro, das übrige Geld ist verloren. Stimmt er zu, bekommt er 5200 Euro und den Rest im Verlauf der nächsten Jahre. Wer rational entscheidet, wird unser Sanierungskonzept absegnen."

BVB will sich künftig an Meister Bremen orientieren

Trotz einer schrittweisen Reduzierung der Spielergehälter glaubt Watzke an eine positive sportliche Perspektive. "Bremen und Kaiserslautern haben als deutsche Meister gezeigt, dass man mit einem kleineren Etat erfolgreich spielen kann."

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