Es war nicht die Absicht des VfL Bochum, den FC Schalke vor dem Gipfeltreffen am kommenden Sonntag gegen Bayern München zu schonen. Dennoch kamen die Gäste aus Gelsenkirchen gestern nicht umhin, den Sieg beim Revier-Nachbarn wie selbstverständlich hinzunehmen und den Blick auf das Spiel des Jahres zu richten.

Nach Spaziergang in Bochum wartet auf Ebbe Sand „das Traumspiel“

08. März 2005, 10:30 Uhr

Es war nicht die Absicht des VfL Bochum, den FC Schalke vor dem Gipfeltreffen am kommenden Sonntag gegen Bayern München zu schonen. Dennoch kamen die Gäste aus Gelsenkirchen gestern nicht umhin, den Sieg beim Revier-Nachbarn wie selbstverständlich hinzunehmen und den Blick auf das Spiel des Jahres zu richten.

Es war nicht die Absicht des VfL Bochum, den FC Schalke vor dem Gipfeltreffen am kommenden Sonntag gegen Bayern München zu schonen. Dennoch kamen die Gäste aus Gelsenkirchen gestern nicht umhin, den Sieg beim Revier-Nachbarn wie selbstverständlich hinzunehmen und den Blick auf das Spiel des Jahres zu richten.

„Ich bin fast rundum zufrieden. Es war ein souveräner Auftritt, die Partie hätte auch höher ausgehen können“, fand Ralf Rangnick. „Nach dem Zeitpunkt, als wir in Führung gegangen sind, gab es keine Phase, in der unser Sieg gefährdet war. Wenn man bedenkt, dass wir am Dienstag noch ein schweres Pokalspiel hatten, dann gibt es an dieser Leistung nichts auszusetzen“, lobte der S04-Trainer seine Spieler. „Das einzige, was ich kritisieren kann, ist die Tatsache, dass wir nicht einen dritten oder vierten Treffer nachgelegt haben.“

Ob der Gegner nun gut oder so schlecht wie der VfL gestern war, „interessiert mich nicht“, betonte Rangnick. „Mir ist allein das Auftreten meiner Mannschaft wichtig. Und das war sogar noch eine Steigerung gegenüber der schon guten Vorstellung in Mönchengladbach“, strahlte der Erfolgscoach. „Ich sehe die Entwicklung seit der Winterpause. Durch Verletzungen funktionierten anfangs die Abstimmung und die Automatismen nicht so, wie ich mir das wünsche“, gab Rangnick zu. „Nach dem Dreier gegen Bremen haben wir gedacht, es geht schon so weiter. Aber das war ein Sieg des Willens“, betonte der Ex-Stuttgarter.

Das 1:0 des großen Rivalen gegen Werder, er kam Rangnick nun gelegen. „Ich habe schon vorher gesagt, dass mir jedes Ergebnis in München recht ist, wenn wir das Spiel in Bochum für uns entscheiden“, nickte der 46-Jährige, der inzwischen auf die phänomenale Bilanz von 14 Siegen in 18 Bundesliga-Begegnungen bei 44 Punkten verweisen kann, seit er am 28. September 2004 das Amt bei den Königsblauen übernahm. „Vom mannschaftlichen Zusammenspiel ist Bremen die beste Truppe in der Bundesliga. Bayern hat sicherlich den stärksten Kader und wir eine Mischung aus beidem“, charakterisiert Rangnick das führende Trio. Und will vor dem Spiel der Spiele nichts anders machen als sonst. „Um das Spiel wird es genug Ballyhoo geben“, weiß Rangnick, dass in den nächsten Tagen das mediale Trommeln richtig laut sein wird. „Wir müssen nur unsere Form abrufen, dann ist es okay. Wir sind gut drauf, Bayern auch, also passt alles.“

Für Ebbe Sand ist am 24. Spieltag eine Vorentscheidung im Titelrennen gefallen. „Sieben Punkte vor Bremen ist eine Menge. Ich glaube nicht, dass die das noch einmal aufholen“, rechnet der Däne nunmehr mit einem Zweikampf Schalke gegen München. „Das Spiel gegen Bayern wird unglaublich wichtig, zu gewinnen. Das wird ein Traumspiel für jeden Fußballer und ein Riesen-Spaß. Der Sieger hat aber dann auch nur drei Punkte Vorsprung. Da kann man nicht sagen, dass die Meisterschaft schon entschieden wäre“, meint Sand allerdings, dass das Duell eins gegen eins wie vor vier Jahren erst auf die Zielgeraden abgewunken wird.

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