Gute Nachricht aus den fernen Staaten: Die Knieoperation von Mimoun Azaouagh war erfolgreich.

SCHALKE - Azaouagh-OP erfolgreich, Rarreck im Zwiespalt:

hb
07. März 2005, 12:52 Uhr

Gute Nachricht aus den fernen Staaten: Die Knieoperation von Mimoun Azaouagh war erfolgreich.

Gute Nachricht aus den fernen Staaten: Die Knieoperation von Mimoun Azaouagh war erfolgreich. Am Freitag um 18 Uhr MEZ öffnete Dr. Richard Steadman in Denver den Knochen des Schalker Neuzugangs. Nach dem mehrstündigen Eingriff besteht nun die Hoffnung, dass Azaouaghs noch junge Karriere seinen Fortgang findet. „Ich habe mit seinem Berater Klaus Gerster telefoniert. Der sagte mir, die OP ist gut verlaufen“, berichtet Team-Manager Andreas Müller.

Azaouagh hatte sich am 7. November einen Innenbandriss sowie einen Meniskuseinriss im linken Knie zugezogen und war darauf hin bereits einmal in Straubing von Dr. Hans-Jürgen Eichhorn operiert worden. Der neuerliche Eingriff war notwendig geworden, da das Knie des 22-Jährigen bei Belastung nach wie vor keine Stabilität aufweist.

Dr. Thorsten Rarreck dagegen beurteilt die Reise in die Ferne sehr zwiegespalten. „Meine Wahl war Steadman nicht. Ich halte Dr. Rolf Walter für den besseren Operateur. Aber Mimoun wollte das so, also akzeptieren wir das“, gibt der S04-Vereinarzt zu.

Unabhängig davon geht der Streit zwischen Mainz und Schalke um die ursprünglich vereinbarte Ablöse von 700.000 Euro weiter. S04-Manager Rudi Assauer hatte angekündigt, wegen der Schwere der Verletzung Azaouaghs die Summe reduzieren zu wollen und bezieht sich dabei auf ein Ehrenwort Heidels, dass dieser ihm laut Assauers Aussage telefonisch gegeben habe. Heidel wiederum hatte gekontert, dass Assauer sich diese Forderung „abschminken” könne. „An unserem Standpunkt hat sich nichts geändert. Wir hätten das alles zu Papier bringen sollen, aber manchmal machst du so etwas auch mündlich oder per Handschlag”, runzelt Assauer die Stirn. „Wir wussten, dass seine Verpflichtung ein Risiko war, aber der Junge war in Mainz unten durch. Dort hat man ihm gesagt, er habe keine Chance mehr und könnte notfalls auf der Asche trainieren. Er wurde sogar von den Fans schon angefeindet. Das war unsere Pflicht, dass wir ihn da weg holen.”

Heidel argumentiert nun, Azaouagh hätte sich auf Schalke eine frische Verletzung zugezogen. Dieser Darstellung widerspricht Ralf Rangnick entschieden: „Im Februar haben wir mit ihm eine Art Arbeitsversuch gewagt. Bei dem ersten Körperkontakt war klar, dass sein Knie noch nicht stabil war. Dann haben unsere Ärzte eine Kernspin-Tomografie gemacht und zur OP geraten. Eine neue, frische Verletzung aber lag nicht vor.”

Diese Version bestätigt auch Rarreck. „Mimoun hat nicht am 19.1. angefangen, sondern vier Wochen später. Die Vorwürfe aus Mainz sind unseriös“, schüttelt der 40-Jährige den Kopf.

Azaouagh wird nach der OP noch etwa eine Woche in den Staaten verweilen und danach bei Physiotherapeut Klaus Eder in Donaustauf seine Reha antreten. Rangnick hofft darauf, den Neuzugang zur Vorbereitung auf die neue Saison wieder einplanen zu können.

Autor: hb

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