Eigentlich konnte sich Dieter Henkelüdecke am vorletzten Wochenende über einen weiteren Titel freuen: Herbstmeister mit Heimaterde Mülheim in der Bezirksliga Gruppe 8 Niederrhein. Eine eher unbedeutende Auszeichnung, die ihm und seiner Truppe jedoch am grünen Tisch entzogen wurde.

Bezirksliga 8 Niederrhein: Heimaterde verliert Herbstmeisterschaft am grünen Tisch

"Lieber Jäger als Gejagter"

Heiko Gaeb
12. Dezember 2006, 18:11 Uhr

Eigentlich konnte sich Dieter Henkelüdecke am vorletzten Wochenende über einen weiteren Titel freuen: Herbstmeister mit Heimaterde Mülheim in der Bezirksliga Gruppe 8 Niederrhein. Eine eher unbedeutende Auszeichnung, die ihm und seiner Truppe jedoch am grünen Tisch entzogen wurde.

Der Grund: Mitkonkurrent BW Oberhausen-Lirich war am vorletzten Sonntag mit 1:4 im Derby gegen Sterkrade-Nord untergegangen, während sich die Kicker aus Mülheim über einen 3:1 Erfolg gegen Hamborn freuen konnten und so die Tabellenspitze wieder zurückeroberten. Doch bei den Sterkradern spielte ein nicht spielberechtigter Akteur, der bei der Elf von Toni Puszmszies sogar bekannt ist: Roberto Fiori. Der Kicker kam zu Saisonbeginn vom VfB Lohberg zu BW Oberhausen-Lirich, kam dort aber nicht zurecht und wechselte während der Saison zu den von Jörg Preußner trainierten Sterkradern, wo er als Vertragsamateur unterschrieb.

Dieses Vertragsverhältnis verpflichtet den Verein alle drei Monate Verbandsabgaben zu entrichten. Dies wurde aber bei Sterkrade-Nord versäumt, was in dieser Woche dann beim Fußballverband Niederrhein auffiel. Daraufhin schaltete sich der Staffelleiter ein und vergab so schlussendlich doch noch die Punkte an die Blau-Weißen von der Tulpenstraße.

Puszamszies: "Das ist natürlich sehr glücklich für uns. Wir haben uns in dem Derby sehr schwer getan und freuen uns jetzt um so mehr über die Herbstmeisterschaft."

Doch auch Dieter Henkelüdecke vom nachträglich entthronten Tabellenprimus möchte kein Trübsal blasen: "Natürlich ist es schade, dass wir jetzt den Titel aberkannt bekommen haben, aber das Wichtigste für mich ist, dass wir unseren Negativtrend gestoppt haben. Außerdem ist es für meine sehr junge Mannschaft von Vorteil, wenn wir als Jäger und nicht Gejagter im Rennen sind. Das mindert enorm den Druck."

Diese Situation änderte sich auch am vergangen Wochenende nicht. Sowohl Oberhausen-Lirich als auch Heimaterde kamen nicht über ein 0:0 hinaus.

Autor: Heiko Gaeb

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