Ariane Friedrich von der LG Frankfurt erzielte am Sonntag beim 68. ISTAF der Leichtathleten in Berlin mit 2,06m einen deutschen Hochsprung-Rekord und scheiterte erst am Weltrekordversuch über 2,09m. Die Hallen-Europameisterin verbesserte gleich im ersten Anlauf die 18 Jahre alte Bestleistung, die Olympiasiegerin Heike Henkel (Leverkusen) 1991 beim WM-Sieg in Tokio mit 2,05 m aufgestellt hatte. Es war zugleich Jahres-Weltbestleistung und der 20. Wettkampf von Friedrich im 2-m-Bereich.

Friedrich mit deutschem Rekord auf WM-Kurs

Weltspitze traf sich in Berlin

nse
14. Juni 2009, 17:45 Uhr

Ariane Friedrich von der LG Frankfurt erzielte am Sonntag beim 68. ISTAF der Leichtathleten in Berlin mit 2,06m einen deutschen Hochsprung-Rekord und scheiterte erst am Weltrekordversuch über 2,09m. Die Hallen-Europameisterin verbesserte gleich im ersten Anlauf die 18 Jahre alte Bestleistung, die Olympiasiegerin Heike Henkel (Leverkusen) 1991 beim WM-Sieg in Tokio mit 2,05 m aufgestellt hatte. Es war zugleich Jahres-Weltbestleistung und der 20. Wettkampf von Friedrich im 2-m-Bereich.

Zuvor hatten erst sieben Hochspringerinnen in der Welt 2,06m oder mehr geschafft. Den Weltrekord, den Ariane Friedrich im zweiten Versuch fast egalisieren konnte, hatte die Bulgarin Stefka Kostadinowa 1987 beim WM-Sieg von Rom aufgestellt.

Zuvor hatte die WM-Dritte Nadine Kleinert für einen erfolgreichen Start der deutschen Leichtathleten gesorgt. Die Magdeburgerin gewann das Kugelstoßen mit 19,39m vor der weißrussischen Olympiazweiten Natalja Michnewitsch (19,26) und der Italienerin Chiara Rosa (19,15). Hallen-Europameisterin Petra Lammert (Neubrandenburg) belegte 62 Tage vor der WM an gleicher Stelle (15. bis 23. August) im anfangs mit rund 63.000 Zuschauern gefüllten Olympiastadion Rang vier (18,81), Fünfte wurde die Wattenscheiderin Denise Hinrichs (18,72).

Diskus-Vizeweltmeister Robert Harting hat dagegen den Sieg verpasst. Der Lokalmatador und Hoffnungsträger für die Weltmeisterschaften an gleicher Stelle (15. bis 23. August) belegte nach anfänglicher Führung mit 66,17m Rang drei. Olympiasieger Gerd Kanter aus Estland (67,88) und der Pole Piotr Malachowski (67,70) erwiesen sich erwartungsgemäß noch als zu stark. Harting hatte im Vorfeld bereits Rang drei als realistisches Ziel ausgegeben.

Platz fünf mit soliden 64,16m belegte Markus Münch aus Pinneberg. Dagegen erlebte der zweimalige WM-Dritte Michael Möllenbeck (Wattenscheid), der anders als seine beiden deutschen Konkurrenten noch die WM-Norm von 64,50m jagt, als Zehnter mit 59,25 eine Enttäuschung. Möllenbeck beendet nach dieser Saison seine Karriere.

U20-Europameister Robin Schembera sicherte sich über 800 Meter den zweiten deutschen Tagessieg. Zur angestrebten Norm für die WM (1:45,40 Minuten) fehlten dem 20-jährigen Leverkusener in 1:45,96 allerdings 56 Hundertstelsekunden. Platz zwei sicherte sich der Brite Michael Rimmer in 1:46,31, Dritter wurde der Kenianer Reuben Bett (1:46,68).

Autor: nse

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