Das Warten geht weiter! Wenn Fortunas Geschäftsführer Sport Wolf Werner in diesen Tagen in seinem Büro sitzt, geht sein Blick nicht selten in Richtung Fax-Gerät.

Düsseldorf: Fink fast da, Trio hat verlängert

Werner hakt Thema Jammer ab

Christian Krumm
14. Juni 2009, 09:47 Uhr

Das Warten geht weiter! Wenn Fortunas Geschäftsführer Sport Wolf Werner in diesen Tagen in seinem Büro sitzt, geht sein Blick nicht selten in Richtung Fax-Gerät.

Am Samstag wartete er erneut vergeblich. „Nein, es kam nichts“, versichert der Funktionär. Oliver Fink von der SpVgg Unterhaching wäre ein Kandidat dafür gewesen. Er hat bereits 84 Zweitliga-Partien bestritten und wäre ein Ersatz für den in die Türkei abgewanderten Ahmet Cebe auf der rechten Seite. „Das stimmt, unser Interesse für ihn ist sehr groß. Er ist einer von den Spielern, auf dessen Unterschrift wir warten“, bestätigt Werner.

Handfeste Ergebnisse kann er derweil bei eigenen Kickern verzeichnen. Sebastian Heidinger und Fabian Hergesell bleiben auch für die kommenden beiden Spielzeiten der Fortuna treu. „Und bei Michael Ratajczak warten wir nur noch auf eine Unterschrift. Auch mit ihm sind wir uns einig“, berichtet Werner, der am heutigen Sonntag mit einer Antwort von „Rata“ aus seinem Urlaub rechnet. Werner: „Er ist auf der Suche nach einem Fax-Gerät.“
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/356-4401_preview.jpeg Richard Sukuta-Pasu (Foto: firo).[/imgbox]
Ansonsten gestalten sich die Verhandlungen mit möglichen Neuverpflichtungen eher zäh. „Natürlich ist es für uns auch ein Thema, Leute von Bundesligisten auszuleihen. Wir haben einige Kontakte zu Erstliga-Klubs, aber man muss auch immer gucken, wie man das finanziell darstellt“, betont Werner, der sich das Talent Richard Sukuta-Pasu von Bayer 04 Leverkusen vorerst abschminken kann.

Nach dem Kreuzbandriss von Bayers Angreifer Patrick Helmes ist das Talent nun bei Leverkusen wieder höher im Kurs. Schon vor der Verletzung seines Top-Angreifers sagte der neue Bayer-Coach Jupp Heynckes: „Mit Richard als Stürmer Nummer vier kann ich sehr gut leben.“ Jetzt ist er noch einen Rang nach oben geklettert. Ein weiterer Name, der stets durch die Düsseldorfer Reihen gemurmelt wird, ist der von Alexander Voigt. Mit dem routinierten Außenverteidiger wurde zwar bereits vor einiger Zeit gesprochen, aber danach haben Werner und Co. sich nicht mehr um ihn gekümmert. Was wahrscheinlich auch wieder an der schwierigen finanziellen Situation liegt.

Eine Frage, die sich in dem Zusammenhang stellt: Warten die Fortuna-Verantwortlichen nur auf einen Einstieg von Investor Daniel Jammer? Werners klare Antwort: „Nein, überhaupt nicht! Wenn er uns unterstützen sollte, wäre das ein Zubrot. Wir sind über jede Hilfe dankbar, aber bemerkenswert ist doch, dass es noch keine konkreten Gespräche gab, sondern das meiste medial ausgetragen wurde.“

Sein deutlicher Zusatz: „Das Thema ist für mich erstmal beendet. Es wird seit Wochen nur rumgeeiert. Viel Erwartungen hege ich nicht mehr.“ Immerhin ist der Name Lothar Matthäus schon mal vom Tisch. Deutschlands Rekordnationalspieler ist nämlich inzwischen beim ungarischen Erstligisten FC Fehervar untergekommen. „Das hat mich überhaupt nicht interessiert. Er hat sich ins Gespräch bringen können, genauso wie Herr Jammer auch. Und andere Leute waren froh, dass Fortuna ein Thema geliefert hat, um das Sommerloch zu füllen“, winkt Werner ab. Jetzt ist er wieder an der Reihe, das Sommerloch mit weiteren Neuzugängen zu stopfen.

Autor: Christian Krumm

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