Dortmund vergrößert Mainzer Abstiegsängste

26. Februar 2005, 17:36 Uhr

Borussia Dortmund hat sich von der deftigen 0:5-Niederlage bei Bayern München gut erholt. Im heimischen Westfalenstadion siegte der BVB gegen Mainz mit 3:0 und schickte die Rheinhessen noch tiefer in die Abstiegszone.

Borussia Dortmund ist die angekündigte Wiedergutmachung gelungen. Eine Woche nach dem 0:5-Debakel beim Bundesliga-Tabellenführer Bayern München spielten sich die Westfalen beim 3:0 (1:0) über Aufsteiger FSV Mainz 05 den Frust von der Seele. Während die Borussen mit den Punkten elf bis 13 in der Rückrunde den Anschluss ans Tabellenmittelfeld halten, nähern sich die Gäste nach der achten Niederlage im neunten Spiel den Abstiegsrängen.

Ebi Smolarek in der 28., der Tscheche Jan Koller mit seinem elften Saisontreffer in der 54. sowie Lars Ricken in der 74. Minute sicherten den Schwarz-Gelben vor 74.000 Zuschauern im Westfalenstadion den hochverdienten vierten Heimsieg der laufenden Spielzeit.

Die aggressiven Angriffe der Gastgeber zu Beginn entpuppten sich schnell als Strohfeuer. Danach sahen die Fans, die ihre Solidarität mit den finanziell schwer angeschlagenen Borussen in der neunten Minute der Begegnung mit den ersten beiden Strophen des Vereinsliedes bekundeten, rund 25 Minuten unansehnlichen Fußball. Dortmund zeigte Probleme im Spielaufbau und machte sich das Leben mit Fehlpässen gegen die dicht gestaffelte Mainzer Abwehr selbst schwer.

Ein Schuss von Koller an die Latte des Mainzer Gehäuses hatte dann Signalwirkung. In der Folge rettete FSV-Torhüter Dimo Wache mit sehenswerten Reflexen zweimal gegen Koller, bevor Lars Ricken nur den Pfosten traf. Wenig später rettete der Mainzer Marco Rose auf der Linie vor dem einschussbereiten Smolarek.

Unter dem Strich war sogar ein höherer Sieg der Dortmunder möglich, die mit laufender Spielzeit den Druck erhöhten und auch spielerisch phasenweise zu überzeugen wussten. Einziger Mangel war die Torausbeute gegen überforderte Mainzer, die nur gelegentlich im Dortmunder Strafraum auftauchten und bei ihren wenigen erfolgversprechenden Angriffen meist von Lässigkeiten der BVB-Abwehr profitierten.

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