Nach dem 3:1-Sieg in der Champions League gegen Arsenal London will Bayern München das neue Selbstvertrauen mit in den Liga-Alltag nehmen. Heute muss sich der Tabellenführer beim SC Freiburg beweisen.

Selbstbewusste Bayern treten in Freiburg an

as
26. Februar 2005, 08:06 Uhr

Nach dem 3:1-Sieg in der Champions League gegen Arsenal London will Bayern München das neue Selbstvertrauen mit in den Liga-Alltag nehmen. Heute muss sich der Tabellenführer beim SC Freiburg beweisen.

Unter der Woche erlebten die Verfolger Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart, Schalke 04 und Werder Bremen herbe Enttäuschungen im Europapokal, während Tabellenführer Bayern München weiter Selbstvertrauen tankte. Am 23. Spieltag der Bundesliga will der Rekordmeister diesen Effekt nutzen, um sich von der Konkurrenz abzusetzen. Dabei legt der FC Bayern nach der Champions-League-Gala gegen Arsenal bereits heute vor, während die Konkurrenz aus Schalke, Stuttgart und Leverkusen erst am Sonntag ins Geschehen eingreift. Für Trainer Felix Magath zählt deshalb heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) beim SC Freiburg nur ein Sieg, auch wenn der deutsche Rekordmeister in der Rückrunde auswärts erst einen mageren Punkt holen konnte.

"Wir müssen zeigen, dass wir auswärts keine Probleme haben. Das kann einem leicht eingeredet werden", sagte Magath, der wohl wieder auf Michael Ballack zurückgreifen kann. Dass sein Starensemble nach der Kür gegen Arsenal bei der Pflicht in der Liga patzen könnte, glaubt der Bayern-Coach nicht: "Wir kennen diese Situation. Es ist zwar schwierig, aber das kann man von einem Profi verlangen, dass er nach der Champions League wieder Topleistung bringt."

Bremen plant Wiedergutmachung gegen Bochum

Für das 0:3 von Werder Bremen im Achtelfinal-Hinspiel gegen Lyon soll nun der VfL Bochum büßen, gegen den die Bremer in 28 Heimspielen ohnehin noch nie verloren haben. "Ich will nicht sagen, dass wir mit Wut im Bauch ins Spiel gehen, der VfL soll aber schon spüren, dass bei uns nichts zu holen ist", sagte Torjäger Miroslav Klose, zumal es nun das Ziel von Werder sein müsse, "uns über die Bundesliga wieder für die Champions League zu qualifizieren".

Mit der "Königsklasse" liebäugeln insgeheim auch noch Hertha BSC Berlin als Siebter und der Hamburger SV als Tabellensechster. Dazu muss aber im direkten Duell am Samstag ein Sieg her. Entsprechend spricht Hertha-Manager Dieter Hoeneß von einem "Spitzenspiel mit vorentscheidender Bedeutung". Der HSV will laut Trainer Thomas Doll nach vier Siegen in Folge wieder "mutig Fußball spielen. Wir befinden uns in einer hervorragenden Position".

Rostocks "letzte Chance" gegen Mönchengladbach

Davon kann bei Borussia Dortmund nach dem 0:5 in München nicht die Rede sein. Gegen Aufsteiger Mainz 05, der zuletzt in acht Spielen nur ein mageres Pünktchen verbuchen konnte, ist nun Wiedergutmachung angesagt.

Bei Hansa Rostock beschwört Trainer Jörg Berger indes die letzte Chance, doch auch Gegner Borussia Mönchengladbach steht weiter mit dem Rücken zur Wand. Pikantes am Rande: Im Ostseestadion trifft die schwächste Heimmannschaft (noch kein Sieg in dieser Saison) gegen das auswärtsschwächste Team an. Die Borussia erreichte gerade einmal vier Remis in dieser Spielzeit, der letzte Sieg datiert vom 10. April 2004 - 2:1 in Rostock.

Wegweisend sind auch die Heimspiele für Bielefeld gegen den 1. FC Nürnberg und für den 1. FC Kaiserslautern gegen den VfL Wolfsburg. Dabei kommt es zum Wiedersehen mit Ex-Trainer Erik Gerets. "Mein Verhältnis zum FCK wird immer ein besonderes bleiben. Ich gönne ihnen, dass sie alle Spiele gewinnen, nur gegen uns nicht", sagte Gerets.

Autor: as

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