Im Interview: Mario Plechaty (Trainer Mengede 08/20)

"Wir wollen offensiv agieren"

nh
09. August 2006, 22:05 Uhr

Nach fünf Jahren mit Markus Gerwien auf der Trainerbank startet Mengede mit dem Ex-Profi Mario Plechaty als Chef-Trainer in die neue Saison. Revierkick sprach mit dem Übungsleiter über Saisonziele, den Kader und die Konkurrenz.

revierkick.de: Sie kommen aus der Bezirksliga und stehen in Mengede für einen Neuaufbau. Wie weit sind Sie mir der Vorbereitung?

Plechaty: Ich sehe die Situation realistisch. Wir müssen den Verlust von wichtigen Spielern verschmerzen, haben allerdings auch einige starke Spieler, vor allem für die Offensive, geholt. Bis die sich in das Mannschaftsgefüge integriert haben, vergeht aber wohl noch etwas Zeit. Für uns werden vor allem die ersten Spiele wichtig sein, denn wenn wir die erfolgreich absolvieren können, wird das Selbstbewusstsein steigen und damit das Team an Sicherheit und spielerischer Qualität gewinnen.

revierkick.de: Welchen Tabellenplatz streben Sie für Ihr erstes Jahr in Mengede an?

Plechaty: Wir peilen das vordere Mittelfeld an und wollen auf keinen Fall auf einem schlechteren als dem achten Tabellenplatz landen.
revierkick.de: Für was für eine Kadergröße haben Sie sich entschieden, um die Saison zu überstehen?

Plechaty: Wir haben insgesamt 18 Spieler zur Verfügung, wobei Mory Keita, der vor allem im körperlichen Bereich noch Defizite aufweist, sich anfänglich erstmal in der "Zweiten" zeigen muss.

revierkick.de: Mit Dominik Behrend und Tim Gebauer haben zwei der Leistungsträger den Verein verlassen. Konnte der Verein denn Ihnen ihre Spielerwünsche, die sie ja sicher hatten, für die neue Saison erfüllt?

Plechaty:Da gab es keine Probleme. Ich wollte unbedingt Tuna Kayabasi und „Sammy“ Njie in den Volksgarten holen. Zwei Spieler, die als etwas schwierig gelten. Da ich aber selbst kein Choleriker bin, komme ich mit solchen Charakteren gut zu Recht. Dazu kommen „Freddie“ Nolte, der eine Super-Saison in Lüdinghausen gespielt hat und den hier kaum jemand kennt und Jens Weidemann, den ich schon letzte Saison gerne gehabt hätte.

revierkick.de: Wen sehen Sie denn als Schlüsselspieler?

Plechaty: Auf jeden Fall Christian Hoffmann, den ich noch gut aus meiner Zeit bei Wattenscheid kenne. Er hatte zwar keine berauschende letzte Saison, wird bei mir aber auch viel offensiver, nämlich direkt hinter den Spitzen spielen. Daneben die erfahrenen Oliver Ridder, Stefan Hübenthal und Andreas Toetz, an denen sich die Jüngeren aufrichten sollen.

revierkick.de: Wie sieht ihre taktische Marschrichtung aus, bevorzugen Sie eher den offensiven oder den defensiven Stil?

Plechaty: Wir sind im Sturm so gut besetzt, dass wir auf jeden Fall offensiv agieren wollen. Sicher ist das auch immer vom Gegner abhängig und man muss vielleicht auswärts – vor allem bei den Spitzenteams – auch mal aus einem sicheren Mittelfeld mit nur einer Spitze spielen. Generell bevorzugen mein Co-Trainer Marcus Kuhlmann und ich aber die mutigere Variante.
revierkick.de: Wo Sie von Spitzenteams sprechen. Wer sind für Sie die heißesten Anwärter auf den Titel?
Plechaty: Ich habe da vor allem den Zweiten der letzten Saison Tus Eving und den SV Herbede auf der Rechnung. Die Evinger sind komplett zusammengeblieben und Herbede hat qualitativ noch mal nachgelegt, so dass man sie auf jeden Fall zum Favoritenkreis zählen muss.

Autor: nh

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