Der VfL Bochum hat nach einem 3:1-Heimsieg über den SC Freiburg wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt. Die Tore für Bochum erzielten Zvjezdan Misimovic, Raymond Kalla und Tommy Bechmann.

Bochum darf im Abstiegskampf wieder hoffen

19. Februar 2005, 17:49 Uhr

Der VfL Bochum hat nach einem 3:1-Heimsieg über den SC Freiburg wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt. Die Tore für Bochum erzielten Zvjezdan Misimovic, Raymond Kalla und Tommy Bechmann.

Der VfL Bochum wittert im Abstiegskampf der Bundesliga wieder Morgenluft. Im "Endspiel" gegen den SC Freiburg gewannen die Westfalen mit 3:1 (1:0) und rückten auf vier Punkte an die Nichtabstiegsplätze heran. Für die Freiburger, die von den letzten 40 Auswärtsspielen nur eines gewannen, sieht es im Tabellenkeller dagegen düster aus. Die Breisgauer haben weiterhin nur 16 Punkte auf dem Konto, empfangen in der kommenden Woche Rekordmeister Bayern München und müssen zudem in den nächsten Spielen auf Kapitän und Torwart Richard Golz verzichten, der in der 70. Minute nach einer Notbremse gegen Vratislav Lokvenc die Rote Karte gesehen hatte.

Misimovic krönt seine starke Leistung

Die Treffer für die Westfalen, die zuvor sechsmal in Folge nicht gewonnen hatten, erzielten Zvjezdan Misimovic (35., Foulelfmeter), Raymond Kalla (55.) und Tommy Bechmann (83.). Für den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer hatte Dennis Aogo (80.) gesorgt. Der 22 Jahre alte Misimovic, der auf der Spielmacherposition zunächst erneut den Vorzug vor Kapitän und Ex-Nationalspieler Dariusz Wosz erhalten hatte, war der überragende Spieler auf dem Platz.

Vor 22.820 Zuschauern im Ruhrstadion wurden die Pläne von Trainer Peter Neururer, mit der gleichen Elf wie beim 0:1 bei Borussia Dortmund aufzulaufen, kurz vor dem Anpfiff durchkreuzt. Marcel Maltritz verletzte sich beim Aufwärmen und wurde von Aleksander Knavs vertreten.

SC-Coach Volker Finke musste gegenüber dem 0:0 gegen Hannover 96 in Andreas Ibertsberger, Zlatan Bajramovic, Alexander Iaschwili und Samuel Koejoe gleich vier verletzte Spieler ersetzen. Finke reagierte darauf mit einer taktischen Umstellung und agierte mit einem 3-4-3-System und Regis Dorn als vorderster Spitze. Der Franzose, der den VfL mit seinem 3:2-Siegtreffer in der Verlängerung bereits aus dem Pokal geschossen hatte, hatte gleich zweimal die Führung für die Gäste auf dem Fuß. In der 8. Minute rettete jedoch Kalla auf der Linie, 19 Minuten später scheiterte Dorn an VfL-Torwart Christian Vander.

Golz sieht Rot

In der 35. Minute setzte Misimovic, der nahezu an allen gefährlichen Offensivaktionen der Gastgeber beteiligt war, Filip Trojan mit einem sehenswerten Pass in Szene und verwandelte nach dem Foul von Daniel Schumann an dem Bochumer Flügelstürmer den fälligen Strafstoß sicher zur Führung. Nach dem 2:0 durch Kallas Kopfballtreffer und dem Platzverweis gegen Golz sah der VfL bereits wie der sichere Sieger aus, ehe der eingewechselte Aogo bei den Freiburgern noch einmal für Hoffnung sorgte.

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