Erst wollte er nicht mehr, jetzt will er wieder. Investment-Banker Stephen Schechter bekundet nun doch wieder Interesse, dem

Schechter stellt BVB Unterstützung in Aussicht

17. Februar 2005, 15:26 Uhr

Erst wollte er nicht mehr, jetzt will er wieder. Investment-Banker Stephen Schechter bekundet nun doch wieder Interesse, dem "existenzbedrohten" Bundesligisten Borussia Dortmund finanziell unter die Arme zu greifen.

Rückzieher vom Rückzieher bei dem Londoner Investment-Banker Stephen Schechter: Nachdem der Spezialist für Fußball-Anleihen erst am Vortag alle Kontakte zum insolvenzbedrohten Traditionsklub Borussia Dortmund abgebrochen hatte, sagte er dem Handelsblatt (Freitagsausgabe): "Wir können die Restrukturierung schaffen."

Dafür müsse der Klub jedoch mehrere Bedingungen erfüllen. Neben einem Finanzdirektor, starken Managing-Directors und mehr Transparenz müsse sich der BVB von allem trennen, "was nach dem alten Regime von Ex-Präsident Gerd Niebaum" aussehe. Schechter gründet seine Hoffnung unter anderem auf Großaktionär Florian Homm.

Erst am Mittwoch hatte Schechter die Verhandlungen mit den Westfalen über eine Anleihe abgebrochen. Schechter nannte einen Vertrauensbruch des Dortmunder Präsidiums als Grund. Ein für Donnerstag angesetztes Treffen wurde abgesagt.

Rückkauf des Stadions angepeilt

BVB-Präsident Reinhard Rauball hatte noch am Dienstag öffentlich gesagt, dass es wieder Verhandlungen über eine Anleihe gebe. Schechter sieht dies "möglicherweise als Bruch der Wertpapierhandelsgesetze" an. In der vergangenen Woche hatte Schechter erklärt, dass er erfreut wäre, wieder mit Präsident Rauball zusammenzuarbeiten. Allerdings knüpfte er eine Zusammenarbeit an den vollen Zugang zu allen Dokumenten. Diesem Wunsch sei der Verein bisher nicht nachgekommen, hieß es aus London.

Eine Anleihe Schechters sollte den Dortmundern den Rückkauf des Westfalenstadions ermöglichen.

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