Kurz vor dem 16. Spieltag gab es bei Galatasaray Mülheim bereits den dritten Trainerwechsel der laufenden Saison. Das Sagen hat wieder Sakis Papachristos – wie schon zu Saisonbeginn. revierkick.de fragte nach: Was war da los?

Landesliga 3 NR: Dritter Trainerwechsel bei Galatasaray

"Papas" Rückkehr in die Familie

aer
11. Dezember 2006, 16:34 Uhr

Kurz vor dem 16. Spieltag gab es bei Galatasaray Mülheim bereits den dritten Trainerwechsel der laufenden Saison. Das Sagen hat wieder Sakis Papachristos – wie schon zu Saisonbeginn. revierkick.de fragte nach: Was war da los?

Nizamettin Akyüz (Ex-Trainer Galatasaray): „Ich arbeite auf dem Düsseldorfer Flughafen. Zum 1. Dezember habe ich eine Schichtänderung bekommen. Ich muss nun immer mittags zur eigentlichen Trainingszeit und auch am Wochenende arbeiten. Und halbe Sachen mache ich nicht. Finanziell kann ich mir nicht mehr erlauben, für Fußball ein paar Stunden frei zu nehmen, sonst kann ich meine Familie nicht mehr ernähren. Deshalb gehe ich. Ich hatte aber keinen Streit. Galatasaray Mülheim bleibt mein Verein und ich werde vorbeischauen, wenn ich kann.“
Turgut Karadag (Vorstand Galatasaray): „Nachdem Niza uns seine Entscheidung mitgeteilt hat, haben wir sofort zu ,Papa’ Kontakt aufgenommen. Ihm wurde damals Unrecht getan. Deshalb haben wir ihm das Angebot unterbreitet, in unsere Vereinsfamilie zurückzukehren. Wir sind froh, dass ,Papa’ zugesagt hat.“
Sakis Papachristos (wieder Trainer bei Galatasaray): „Der Kontakt zu Galatasaray ist nie abgerissen. Mit der Mannschaft habe ich mich gut verstanden, mit den Spielern regelmäßig telefoniert. Das Spiel bei Tura Duisburg habe ich mir selbst angeschaut. Ich habe unter einer Bedingung zugesagt: Ali Eken darf nicht mehr die kleinste Rolle in diesem Verein spielen. Er war bis vor zwei Monaten mein Co-Trainer und hat mich dann abgesägt. Die Aufgabe ist schwer, weil uns acht Punkte abgezogen worden sind. Aber ich glaube an die Mannschaft. Ich werde versuchen, einige Spieler zurückzuholen, die unmittelbar nach mir gegangen sind. Als ich hier war, kamen immer 20 Mann zum Training. Wie ich gehört habe, waren das zuletzt nur noch sieben. Wir müssen uns taktisch und in der Ansprache verbessern. Die beiden ehemaligen Trainer haben während des Spiels und in der Kabine viel gebrüllt. Ich glaube nach wie vor, dass dieser Verein mit dem richtigen Konzept und einem guten, ruhigen Vorstand eine gute Zukunft hat.“

Das Comeback ging für den Griechen aber daneben. Galatasaray verlor beim Tabellenzweiten GSV Moers unglücklich mit 3:4.

Autor: aer

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