Westfalia Buer ist zum dritten Mal in die Bezirksliga aufgestiegen. 1992` und 01` stieg man sofort wieder ab. Diesmal soll das Abenteuer länger dauern.

Der dritte Versuch

Aufstiegsgarant: 43-jähriger Torhüter!

Krystian Wozniak
10. Juni 2009, 08:37 Uhr

Westfalia Buer ist zum dritten Mal in die Bezirksliga aufgestiegen. 1992` und 01` stieg man sofort wieder ab. Diesmal soll das Abenteuer länger dauern.

Die Vorzeichen stehen dabei sehr gut. Die überragende Aufstiegstruppe bleibt zusammen. Kein Leistungsträger wird die Bueraner verlassen. Sogar der 43-jährige Keeper Michael Kinner wird ein weiteres Jahr dranhängen und in der Bezirksliga das Gehäuse der Wiener-Truppe hüten. "Michael hat eine unfassbare Saison gespielt. Er war der große Rückhalt für die Truppe, in den wichtigen Partien hat er alles gehalten, was auf sein Tor kam", zeigt sich Trainer Thomas Wiener beeindruckt von der Leistung des Schlussmanns.

Kinners grandiose Leistung spiegelt sich vor allem beim Torverhältnis wieder. Die Elf von der Lohmühle hat ein Torverhältnis von 81:18-Toren vorzuweisen. Auf Kinners Kappe gehen dabei nur 13 Gegentreffer, da der Torwart die letzten fünf Begegnungen wegen einer Verletzung nicht bestreiten konnte. Kinners Bilanz: 25 Spiele und nur 13 Gegentore. Für einen 43-Jährigen eine unglaubliche Zahl. Hut ab, vor dieser Leistung!

Aber nur mit einem guten Schnapper kann man nicht aufsteigen, deshalb spricht Wiener der ganzen Mannschaft ein dickes Lob aus: "Wir sind aufgestiegen, weil unser Team reibungslos funktioniert, da gibt es keinen Neid, Disziplinlosigkeiten oder Einzelgänger. Bei uns stimmt das Gesamtgefüge. Das hat man vor allem in Matches gesehen, in denen Stammspieler ausgefallen sind. In diesen Spielen wurden sie Eins zu Eins ersetzt, so etwas spricht für unseren starken Kader", unterstreicht der 41-Jährige die Gesamtleistung der Westfalia.

Die Mannschaft besteht zu 80 Prozent aus türkischstämmigen Kickern, das stört den Vorstand der Spvgg. zwar nicht, jedoch würde man sich ein paar mehr Deutsche Akteure wünschen. "Wir haben eine wunderschöne Platzanlage an der Lohmühle, um dieses Stadion beneiden uns andere Vereine. Jedoch haben wir nur einen Zuschauerschnitt von 100 Fans", bedauert Werner Altenwerth, 1. Vorsitzender der Bueraner. Der 61-Jährige kennt auch die Gründe für den niedrigen Zuschauerzuspruch. "Ich mache keinen Hehl daraus, dass die Leute sich wegen unserer türkischen Spieler nicht mit der Westfalia identifizieren können."

Sowohl Altenwerth als auch Wiener wünschen sich mehrere deutsche Aktive in ihren Reihen. "Wir würden unsere Landsleute begrüßen. Jedoch nicht um jeden Preis, denn unsere Türken sind wirklich einwandfreie Menschen, die einen Bomben-Charakter haben. Wenn deutsche Spieler zu uns kommen, dann müssen sie auch zu uns passen", stellt Wiener klar.

In der neuen Saison wird man versuchen die Bezirksliga aufzumischen und das mit der "türkischen Auftiegstruppe" und drei bis vier deutschen Verstärkungen. "Wir sind an drei deutschen Jungs aus der Bezirksliga dran, jedoch können wir noch keinen Vollzug melden", berichtet der Trainer.

An der Lohmühle gibt man zwar das Ziel `Klassenerhalt` aus, jedoch kann man davon ausgehen, dass die Westfalia in der Bezirksliga 12 für Furore sorgen wird. Dort spielt man hauptsächlich auf Rasen und das spricht für die Wiener-Elf: In der Kreisliga A hat man auf dem heimischen Rasenplatz an der Lohmühle eine makellose Bilanz: 14 Spiele und 14 Siege. Nur auf Asche gab es ein Remis und zwei Pleiten.

Somit spricht alles für eine erste gute Bezirksligasaison...

Autor: Krystian Wozniak

Mehr zum Thema

Rubriken

Kommentieren