In vielerlei Hinsicht war das 0:3 im Hinspiel in Wolfsburg vor fünf Monaten ein besonderes Ereignis. Für Frank Rost, denn nach dem Crash in der VW-Stadt ging der Schalker Kapitän kurzzeitig als verkappter Büttenredner in die Fußball-Historie ein. „Vollpenner, Freiwild, Pappmachés“, Rosts Brandrede in Niedersachsen ist Legende.

Wendepunkt Wolfsburg: Rosts Erinnerungen und Rangnicks Start-Up

12. Februar 2005, 13:00 Uhr

In vielerlei Hinsicht war das 0:3 im Hinspiel in Wolfsburg vor fünf Monaten ein besonderes Ereignis. Für Frank Rost, denn nach dem Crash in der VW-Stadt ging der Schalker Kapitän kurzzeitig als verkappter Büttenredner in die Fußball-Historie ein. „Vollpenner, Freiwild, Pappmachés“, Rosts Brandrede in Niedersachsen ist Legende.

Wendepunkt Wolfsburg: Rosts Erinnerungen und Rangnicks Start-Up

In vielerlei Hinsicht war das 0:3 im Hinspiel in Wolfsburg vor fünf Monaten ein besonderes Ereignis. Für Frank Rost, denn nach dem Crash in der VW-Stadt ging der Schalker Kapitän kurzzeitig als verkappter Büttenredner in die Fußball-Historie ein. „Vollpenner, Freiwild, Pappmachés“, Rosts Brandrede in Niedersachsen ist Legende. Vier Tage später musste Jupp Heynckes das I-Tüpfelchen auf seiner langen Trainer-Karriere auf eine etwas andere als geplante Art setzen.

Indirekt bereitete das gepflegte Wolfsburger Grün den Nährboden für Ralf Rangnick und den folgenden Aufschwung West, Standort Gelsenkirchen. Manager Rudi Assauer beendete die gescheiterte Zusammenarbeit mit Heynckes, nach der spaßigen Übergangslösung mit Eddy Achterberg kam Rangnick, sah und siegte.

Es war der Wendepunkt in der Hinrunde, der nächste steht nun unmittelbar bevor. „So eine Serie, wie in der Hinrunde, kann man nicht immer von uns erwarten“, weiß Rost, dass das einmal Geleistete nicht beliebig reproduzierbar ist. „Wolfsburg ist ein ganz wichtiges Spiel für uns, in dem wir noch etwas gut zu machen haben. Wir dürfen jetzt nicht den Anschluss nach oben verlieren“, warnt Rost vor weiteren Rückschlägen im Kampf um Meisterschaft und internationale Meriten. „Es stehen jetzt ganz entscheidende Wochen an, mit dem UEFA-Cup und den DFB Pokal“, schwört Rost die Mannschaft auf große Aufgaben ein.

Wohl wahr, der Februar ist der erste Monat der Wahrheit, nachdem der Start in die Karnevals-Zeit misslang. „Wir müssen vor allem mal wieder zu Null spielen“, fordert Rangnick. „In den letzten beiden Auswärtsspielen haben wir jeweils zwei Tore kassiert. Das war auch ausschlaggebend dafür, dass wir aus den letzten beiden Spielen nur einen Punkt geholt haben. Bis dahin war es in fünf Partien in der Ferne nur eins, das in Hamburg“, hat der 46-Jährige die Parameter, die zur unglaublichen Erfolgs-Strähne führten, genau im Kopf.

Bayern-Jäger Schalke muss die nach drei Pleiten in Folge angeschlagenen „Wölfe“ erlegen, um den Ambitionen auf den Titel weiter gerecht zu werden. Auch wenn diesmal nicht die Tabellen-Führung vor den erst am Sonntag nachziehenden Münchnern winkt. „Wenn wir gegen Wolfsburg gewinnen wollen, dann müssen wir aggressiver werden“, zeigt Christian Pander die Zähne.

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