Nach der Niederlage am letzten Spieltag in Dorstfeld steht der Dortmunder Traditionsklub BW Huckarde als Absteiger in die Kreisliga A fest. Trainer Sven Nickel und Sportlicher Leiter Frank Holtrop haben die Mannschaft in einer aussichtslosen Situation in der Winterpause übernommen. In der Rückrunde erfolgte dann die kleine Aufholjagd, diese wurde dann am letzten Spieltag beendet - mit einem negativen Ausgang für Blau-Weiß.

Dortmund: BW Huckarde rappelt sich nach Abstieg wieder auf

"Blau-Weiß ist eine Herzensangelegenheit"

Krystian Wozniak
06. Juni 2009, 13:17 Uhr

Nach der Niederlage am letzten Spieltag in Dorstfeld steht der Dortmunder Traditionsklub BW Huckarde als Absteiger in die Kreisliga A fest. Trainer Sven Nickel und Sportlicher Leiter Frank Holtrop haben die Mannschaft in einer aussichtslosen Situation in der Winterpause übernommen. In der Rückrunde erfolgte dann die kleine Aufholjagd, diese wurde dann am letzten Spieltag beendet - mit einem negativen Ausgang für Blau-Weiß.

"Der Abstieg tut verdammt weh. Wir haben in der Winterpause und danach eine kleine Euphorie in der Mannschaft entfacht, die Jungs waren unglaublich motiviert in den Spielen. In der Rückrunde haben wir nur vier Spiele verloren. In der Hinrunde dagegen hat sich doch jeder gefreut gegen Huckarde zu spielen, da die drei Punkte fast immer an den Gegner gingen. Sven und ich haben viel Herzblut in den Verein und die Truppe investiert, deshalb ist es so bitter, dass der Verein nicht mit dem Klassenerhalt belohnt wurde", zeigt sich der scheidende Sportliche Leiter enttäuscht. Er wird Jugendkoordinator bei Westfalia Wickede.

Für die Zukunft wünscht Holtrop den Blau-Weißen alles Gute: "Ich wünsche mir, dass der Verein wieder auf die Beine kommt. Mit Sven Nickel hat der Klub einen Super-Trainer, der sich mit dem Klub identifiziert, dazu hat Sven sehr gute Beziehungen und ein unglaubliches Fachwissen. Davon wird BW Huckarde nur profitieren. Wenn der Verein in Zukunft meinen Rat braucht, dann stehe ich jeder Zeit zur Verfügung, denn ich bin durch und durch Blau-Weißer."

Trainer Sven Nickel zeigt sich ebenfalls enttäuscht über den Abstieg und den Abgang seines "Spezis" Frank Holtrop. "Uns hat am Ende einfach das Quäntchen Glück gefehlt. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben eine tolle Rückrunde gespielt. Der Klassenerhalt wäre dann das "i-Tüpfelchen" gewesen, leider ist es anders gekommen. Doch wir rappeln uns wieder auf und kommen wieder. Vielleicht noch nicht im nächsten Jahr, aber es wird nicht lange dauern bis Blau-Weiß wieder in der Bezirksliga spielt", gibt sich Trainer Nickel kämpferisch.

Die Gründe für den Abstieg sind schnell gefunden. Eine katastrophale Offensive (mit 32 Treffern erzielte kein Team der Liga weniger Tore) sowie eine weitere sieglose Durststrecke vom 21. bis zum 29. Spieltag brachen der Mannschaft letzlich sportlich das Genick.

"Es ist super schade, dass Frank den Verein verlässt. Wir haben seit Januar zweimal am Tag miteinander telefoniert und uns ausgetauscht. Wir waren ein eingespieltes Team. Wir haben dem Klassenerhalt alles untergeordnet. Ohne Frank wäre diese Aufholjagd nicht möglich gewesen. Sowohl für mich als auch für Frank war Blau-Weiß immer eine Herzensangelegenheit und so wird es auch immer sein", bedauert Nickel den Abgang des Sportlichen Leiters.

Er blickt bereits in die Zukunft. "In der kommenden Saison wird das Team aus vielen jungen Spielern bestehen. Der 'Jugendstil' wird den Weg bei Blau-Weiß in Zukunft bestimmen. Wir werden und müssen diesen Weg gehen, da unsere finanziellen Möglichkeiten beschränkt sind. Wir wollen erstmal den freien Fall verhindern, denn ein Abstieg ist meist gefährlich. Alle reden immer vom sofortigen Wiederaufstieg, jedoch muss man erst die neue Liga kennen lernen. Als Ziel gebe ich das obere Drittel aus. Was dann dabei heraus kommt wird man sehen", bremst der Coach die Erwartungen.

Autor: Krystian Wozniak

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