Das Trainerkarussell dreht sich in der Bundesliga auf Hochtouren.

MSV: Hellmich kämpft um den Hauptsponsor

Ein „Botaniker“ hängt dazwischen

04. Juni 2009, 11:27 Uhr

Das Trainerkarussell dreht sich in der Bundesliga auf Hochtouren.

Während Michael Frontzeck gerade erst die Lücke in Mönchengladbach geschlossen hat, hängen Köln, Frankfurt und Hamburg immer noch in der Luft.

Und diese Ungewissheit schlägt bis nach Duisburg durch. Denn der MSV ist nicht nur im Fall Änis Ben-Hatira von der Bank-Besetzung abhängig. Solange die neuen Coaches nicht feststehen, ruhen auch die Spieler-Transfers. Konsequenz: Obwohl zu diesem späten Zeitpunkt eigentlich Galopp angesagt wäre, lahmen die „Zebras“.

Wie im Fall Markus Brzenska. „Aber das ist das normale Prozedere“, bleibt Bruno Hübner trotz der Absage aus Dortmund gelassen. Der Manager hat den Abwehrrecken im letzten Jahr auch erst zum Start des Trainingslagers losgeeist. „Wir haben dem BVB unsere Eckdaten genannt“, berichtet „Boss“ Walter Hellmich und macht deutlich: „Wir werden das Angebot aber nicht noch einmal erhöhen.“ Hübner nickt: „Wir liegen immer noch auseinander. Doch ich denke nicht, dass die Tür für uns schon geschlossen ist.“
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/186-6270_preview.jpeg Bruno Hübner bleibt trotz der Verspätung bei den Transfers gelassen.[/imgbox]
Die Offerte kann auch nicht erhöht werden, weil der MSV nach dem Absprung Evoniks noch keinen neuen Hauptsponsor gefunden hat. „Zum Start werden wir einen guten Namen auf den Trikots haben“, ist Hellmich bei seinen Verhandlungen schon „sehr weit“.

Doch das hilft Hübner im Moment nicht weiter. Denn hätte der Ex-Profi die nötige Kohle zur Verfügung, hätte eventuell auch Cedrick Makiadi gehalten werden können. Der SC Freiburg konnte sich die 900.000 Euro Ablöse jedenfalls erlauben. „Natürlich ist es schwierig, aber wir werden eine gute Mannschaft präsentieren“, lässt sich Hübner nicht beirren und kämpft auch weiter um Brzenska. „Er ist ein wichtiger Mann für uns.“

Eine Aussage, die der frischgebackene 25-Jährige gerne hört. „Bis zur letzten Woche sah es noch ganz gut aus, aber jetzt scheint alles über den Haufen geworfen zu sein“, würde Brzenska, der mit seiner Familie in Lünen wohnt, gerne an der Wedau bleiben. „Duisburg hat begrenzte finanzielle Mittel. Der BVB braucht Geld, um wieder in Neuzugänge zu investieren. Für mich ist es aber blöd, dass ich dazwischen hänge.“ Sein Zusatz: „Ich habe die Hoffnung auch noch nicht verloren, dass es mit Duisburg noch klappen wird. Ansonsten muss ich sehen, wie es weitergehen wird.“

Bis dahin versucht der 1,96-Meter-Hüne abzuschalten. Zusammen mit seiner Frau Jennifer und dem einjährigen Sohn Morice-Joel hat er gerade den Umzug nach Lünen hinter sich gebracht. „Und da steht eine Menge Gartenarbeit an“, lacht Brzenska. Und wer weiß, vielleicht findet der „Botaniker“ beim umpflügen ja doch noch eine Möglichkeit, damit er demnächst Wurzeln in Duisburg schlagen kann.

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