Die Spielergewerkschaft VDV hat vor willkürlichen Verdächtigungen und Vorverurteilungen von Fußball-Profis im Zusammenhang mit dem Betrugs-Skandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer gewarnt.

VDV warnt vor willkürlichen Anschuldigungen

31. Januar 2005, 15:12 Uhr

Die Spielergewerkschaft VDV hat vor willkürlichen Verdächtigungen und Vorverurteilungen von Fußball-Profis im Zusammenhang mit dem Betrugs-Skandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer gewarnt.

Im Zusammenhang mit dem Betrugs-Skandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer hat die Spielergewerkschaft VDV vor willkürlichen Verdächtigungen und Vorverurteilungen von Fußball-Profis gewarnt. VDV-Präsident Florian Gothe fordert eine seriöse Ermittlungstätigkeit zur Klärung von konkret nachvollziehbaren Beschuldigungen.

"Der Ruf von bekannten Fußballern darf nicht durch wilde Spekulationen aus fragwürdigen Quellen aufs Spiel gesetzt werden. Es gilt, die Ruhe zu bewahren, die Dinge sorgfältig zu ermitteln und dann eine Entscheidung zu treffen", meinte Gothe: "Sollte sich herausstellen, dass ein Spieler tatsächlich den Ausgang eines Spiels absichtlich manipuliert hat, muss der Betroffene natürlich zur Rechenschaft gezogen werden, um das Ansehen des deutschen Fußballs zu schützen."

In die gleiche Richtung argumentiert auch VDV-Vizepräsident Christoph Metzelder, Profi von Borussia Dortmund. "Wenn jemand einen Verdacht ausspricht, muss er klare Fakten auf den Tisch legen können. Bisher sind die meisten Anschuldigungen aber wie Seifenblasen zerplatzt. Willkürliche Verdächtigungen helfen bei der notwendigen Klärung der Vorgänge nicht weiter", meinte der Vize-Weltmeister.

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