Krug eröffnet Diskussion über Profi-Schiedsrichter

26. Januar 2005, 17:15 Uhr

Der frühere FIFA-Referee Hellmut Krug bringt die Einführung von Profi-Schiedsrichter ins Gespräch: "Nachdem, was sich in den letzten Tagen so entwickelt hat, muss man schauen, ob das eine Lösung sein kann."

Im "Fall Hoyzer" hat der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Hellmut Krug eine neue Diskussion ins Rollen gebracht. Der einstige Weltklasse-Referee regt an, über Profi-Schiedsrichter nachzudenken. "Nachdem, was sich in den letzten Tagen so entwickelt hat, muss man schauen, ob das eine Lösung sein kann. In den letzten Jahren hat sich das auf Grund der Lebensplanung der Schiedsrichter aber als nicht sinnvoll erwiesen", sagte Krug bei einem Pressegespräch am Mittwoch in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main.

"Ehrenkodex" soll eingeführt werden

Am Donnerstag werden die 44 Erst- und Zweitliga-Schiedsrichter in Frankfurt/Main bei einer Tagung den "Fall Hoyzer" diskutieren. Nachdem der Vorsitzende des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses, Volker Roth, am Dienstag noch die Unterzeichnung eines Ehrenkodex verlangt hatte, ruderte Krug am Mittwoch zurück: "Ob am Donnerstag etwas unterschrieben wird oder nicht, das wird man sehen. Aber ich bin mir sicher, dass es in den Köpfen der Schiedsrichter keine Rolle gespielt hat zu wetten." Zuvor hatte sich bereits Deutschlands Top-Referee Markus Merk gegen die Unterzeichnung eines "Ehrenkodex" ausgesprochen.

Kein Thema ist für Krug, der von 1986 bis 2003 insgesamt 240 Erstliga-Spiele leitete, die erneut geforderte Einführung eines Video-Beweises. "Das ist eine Frage der Machbarkeit. Die Schiedsrichter würden sich nicht mit Händen und Füßen dagegen wehren, wenn es ihnen helfen würde", sagte Krug.

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