Der VfL Bochum kam in der Partie gegen Hertha BSC Berlin nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2-Remis und erkämpfte einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg.

Bochum für Aufholjagd belohnt

23. Januar 2005, 19:28 Uhr

Der VfL Bochum kam in der Partie gegen Hertha BSC Berlin nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2-Remis und erkämpfte einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg.

Vratislav Lokvenc hat dem VfL Bochum im Abstiegskampf der Bundesliga einen Punkt gerettet. Der tschechische Nationalstürmer erzielte beim 2:2 (1:2) gegen Hertha BSC Berlin den Ausgleichstreffer in der 79. Minute und bewahrte die Westfalen damit vor der fünften Heimniederlage. Allerdings kann der VfL auch mit dem Remis nach 0:2-Rückstand angesichts von nunmehr fünf Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz nicht zufrieden sein. Hertha verbesserte sich auf Rang fünf, verpasste aber den fünften Auswärtssieg in Folge.

Bis zur Halbzeit verdiente sich der Hauptstadtklub ein Sonderlob von dem auf der Tribüne sitzenden Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der "einige beeindruckende Spielzüge" gesehen hatte. Der Angolaner Nando Rafael (3.) und der Brasilianer Gilberto (16.) hatten Hertha eine schnelle 2:0-Führung beschert. Nach dem Anschlußtreffer durch Peter Madsen (39., Foulelfmeter) brachte Hertha den Vorsprung aber nicht über die Zeit.

Vor 23.262 Zuschauern im Ruhrstadion war die von VfL-Trainer Peter Neururer nach guter Vorbereitung prognostierte Aufbruchstimmung schnell verflogen. Bereits nach 120 Sekunden lupfte Nando Rafael den Ball aus kurzer Distanz über Bochums Keeper Christian Vander, der den Vorzug vor dem dänischen Neuzugang Peter Skov-Jensen erhalten hatte. Die Berliner hatten in der Anfangsphase ein klares Übergewicht und waren vor allem im Mittelfeld haushoch überlegen.

Der in der ersten Halbzeit überragende Gilberto sorgte nach einer Viertelstunde mit dem zweiten Torschuss der Gäste für den zweiten Treffer. Bochum kämpfte tapfer weiter, rannte jedoch zumeist kopflos an. Die Hertha verlegte sich nun auf Konter, trug diese teilweise schulbuchmäßig vor, verpasste es jedoch, das Ergebnis frühzeitig auszubauen. So wurde die Partie noch einmal spannend. Nach einem Foul von Thorben Marx an Thomas Zdebel im Strafraum entschied Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer aus Dachau zurecht auf Elfmeter, den Madsen sicher verwandelte.

Nach dem Wechsel erlöste Neururer den völlig überforderten Sören Colding und verhalf dem in der Winterpause verpflichteten türkischen Nationalspieler Fatih Akyel zu seinem Bundesliga-Debüt auf der rechten Abwehrseite. Druck machte der VfL in der Folge jedoch meist über links, wo Philipp Bönig und Filip Trojan Herthas Kapitän Arne Friedrich einige Probleme bereiteten. Gute Chancen blieben zunächst Mangelware, im Gegenteil: Herthas Yildiray Bastürk vergab in der 74. Minute nach einem sehenswerten Solo die Vorentscheidung. Das rächte sich nur fünf Minuten später, als Lokvenc aus zehn Metern der Ausgleich gelang.

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