Nach der Verpflichtung von Nationalspieler Mario Gomez hat Stürmer Luca Toni bei Fußball-Rekordmeister Bayern München offenbar keine Zukunft mehr.

Bayern: Stürmer Toni kann wohl gehen

Kroate Srna soll kommen - Hoeneß hofft auf Neuer

28. Mai 2009, 11:07 Uhr

Nach der Verpflichtung von Nationalspieler Mario Gomez hat Stürmer Luca Toni bei Fußball-Rekordmeister Bayern München offenbar keine Zukunft mehr.

"Ich glaube nicht, dass wir mit fünf Stürmern in die Saison gehen", sagte Manager Uli Hoeneß über den 31 Jahre alten Italiener in der Bild-Zeitung, und auch Präsident Franz Beckenbauer gab bei Pay-TV-Sender Premiere zu bedenken: "Natürlich kann man nicht mit Toni, Klose und Gomez spielen."

Neben Toni stehen weitere Spieler auf der Streichliste der Bayern, an Manuel Neuer und Darijo Srna besteht hingegen weiter Interesse. Der Vertrag des italienischen Weltmeisters Toni bei den Bayern läuft noch bis 2011. Ob er den Klub tatsächlich vorzeitig verlassen wird, hängt offenbar zum einen vom Urteil des neuen Trainers Louis van Gaal ab. Zum anderen wird es nicht ganz einfach, einen Klub zu finden, der die hohen Gehaltsforderungen Tonis erfüllen kann. Neben Toni könnten Tim Borowski, Christian Lell und Breno ("ich werde wohl ausgeliehen") gehen.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/010/741-11136_preview.jpeg Foto: firo.[/imgbox]
Außerdem ist die Zukunft von Torhüter Michael Rensing ebenso noch offen wie die von Mittelfeldspieler Ze Roberto. Obwohl Wunsch-Torwart Neuer von Schalke 04 offenbar bei den Knappen bleiben will, hofft Hoeneß, "dass da noch was geht".

Ex-Bayern-Torwart Oliver Kahn kann das Interesse der Münchner an Neuer indes nicht nachvollziehen. "Ich weiß nicht, wo der große Unterschied zwischen Rensing und Neuer liegen soll. Manuel Neuer ist nicht mehr und nicht weniger als ein talentierter Torwart. Er hat immer wieder Phasen, wo er stark hält - aber auch immer wieder Phasen, wo er sehr fehleranfällig ist", sagte Kahn der Münchner tz. Wie Neuer ist laut Hoeneß der kroatische Nationalspieler Srna von UEFA-Cup-Sieger Schachtjor Donezk "ein Spieler, mit dem wir uns beschäftigen. Ob wir ihn uns schlussendlich leisten können, wird die Zukunft zeigen. Ich glaube eher nicht, aber man muss abwarten".

Der 27-Jährige hat in Donezk einen Vertrag bis 2011 und dürfte deutlich mehr als zehn Millionen Euro kosten. Über 20 Millionen Euro dürfte Nationalspieler Philipp Lahm "wert" sein, doch der Außenverteidiger erteilte in der Münchner AZ allen Wechselspekulationen eine Absage: Er werde in der kommenden Saison definitiv bei den Bayern spielen. Nachhaltig verstimmt hat Hoeneß die Leistung in der vergangenen Saison von Bastian Schweinsteiger. "Wann ist man mal nach Hause gegangen und hat gesgat: Der Schweini hat heute überragend gespielt? Ich hoffe, dass er der Mannschaft endlich mal seinen Stempel aufdrückt. Es kann nicht sein, dass Bastian Schweinsteiger nur einer von vielen beim FC Bayern ist. Er muss auffallen", sagte Hoeneß.

Schweinsteiger ist wohl ein Fall für van Gaal. Von dem erhofft sich der neue Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger, dass er die Münchner Profis "weiterentwickeln kann und der Mannschaft taktisch ein Gesicht gibt". Nerlinger konkretisierte seine Wünsche an van Gaal: "Jeder einzelne Spieler soll sich nach drei, vier Monaten mit diesem Trainer weiterentwickelt haben. Ich möchte eine Handschrift des Trainers sehen."

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