180 Minuten trennen Schalke II von einer weiteren Saison in der Regionalliga West.

Schalke II: Heimschläfer planen nächsten Big Point

BVB als schlechtes Beispiel

29. Mai 2009, 12:43 Uhr

180 Minuten trennen Schalke II von einer weiteren Saison in der Regionalliga West.

Nach dem überzeugenden 2:0 gegen Trier herrscht bei der S04-Reserve die große Zuversicht, am kommenden Samstag in Cloppenburg den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. „Man merkt in jedem Training, dass die Stimmung bei den Jungs durch den ersten Sieg nach zuvor acht Partien in Folge ohne einen Erfolg deutlich gelöster ist“, berichtet Interimscoach Oliver Ruhnert. „Die Jungs sind mit Feuereifer bei der Sache, ohne aber zu verkrampfen. Alle wollen natürlich in den letzten beiden Spielen unbedingt dabei sein, da haben wir als Trainer schon ein wenig die Qual der Wahl.“

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Danny Latza kommt am Donnerstag vom Leistungstest der deutschen U20-Nationalmannschaft in Hanau zurück und wird ebenso dabei sein wie Ralf Fährmann. Der Keeper erhielt vom DFB Grünes Licht, die Vorbereitung der U21-Auswahl auf die EM in Schweden für Schalkes Mission Klassenerhalt zu unterbrechen. Der zuletzt gesperrte Willi Landgraf gehört ebenfalls wieder zum kader. Carlos Grossmüller hingegen hat das Kapitel Schalke II beendet und ist nach Uruguay geflogen.

In der Vorbereitung auf das Duell mit dem Tabellenvorletzten will Ruhnert andere Wege gehen. Nach der Abschlusseinheit am Freitagvormittag und einem gemeinsamen Mittagessen sollen die Spieler zu Hause schlafen. Am Samstag wird um 8.45 Uhr gefrühstückt, ehe man Richtung Norden aufbricht.

„Cloppenburg ist nicht so weit, dass man die Fahrt nicht ohne all zu große Belastung am Spieltag bewältigen könnte. Außerdem haben wir vor den vergangenen Auswärtsspielen schlechte Erfahrung mit einer Übernachtung vor Ort gemacht“, denkt Ruhnert nur ungern an die jeweils 1:4-Klatschen in Elversberg und Kaiserslautern zurück.

Ein eigener Erfolg in Niedersachsen und eine gleichzeitige Pleite des Konkurrenten Worms gegen Lotte könnte schon für Schalkes Zieleinlauf über dem Strich reichen. Allerdings warnt Ruhnert vor dem kampfstarken BVC, für den es die letzte Chance im Kampf gegen den Abstieg ist. „Ich habe die Mannschaft in meiner Tätigkeit als Scout beobachtet und weiß daher, wozu sie in der Lage ist. Und wer Dortmund mit 5:2 wegfegt, den kann man ohnehin nicht unterschätzen“, hebt Ruhnert den Zeigefinger.

Der BVB als schlechtes Vorbild, das will sich nun wirklich kein Schalker nachsagen lassen.

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