Marcelo Bordon als harten Hund zu bezeichnen, ist sicher nah an der Realität. Dennoch würde der derzeit wieder angeschlagene Brasilianer „keine Tabletten gegen die Schmerzen nehmen, nur um spielen zu können. Die helfen nicht und machen nur alles kaputt“, winkt Bordon ab.

SCHALKE - Bordon und Lincoln gegen Bremen dabei

hb
15. Januar 2005, 12:25 Uhr

Marcelo Bordon als harten Hund zu bezeichnen, ist sicher nah an der Realität. Dennoch würde der derzeit wieder angeschlagene Brasilianer „keine Tabletten gegen die Schmerzen nehmen, nur um spielen zu können. Die helfen nicht und machen nur alles kaputt“, winkt Bordon ab.

Marcelo Bordon als harten Hund zu bezeichnen, ist sicher nah an der Realität. Dennoch würde der derzeit wieder angeschlagene Brasilianer „keine Tabletten gegen die Schmerzen nehmen, nur um spielen zu können. Die helfen nicht und machen nur alles kaputt“, winkt Bordon ab.

Musste man sich nach Andreas Müllers Einschätzung der Verletzung noch Sorgen machen, gibt der Abwehr-Chef selbst Entwarnung. „Das Innenband ist überdehnt. Marcelo braucht seine Pausen, sonst könnte etwas Schlimmeres passieren“, unkte der Team-Manager am Wochenende.

Die Auszeit nahm sich Bordon in den ersten beiden Testpartien in Münster und Kleve. Auch das Mitwirken gegen Galatasaray Istanbul und bei Rot-Weiß Oberhausen ist nicht zwingend erforderlich, um zum Rückrunden-Start gegen Bremen auf den Punkt topfit zu sein. „Falls es nicht geht, bleibe ich draußen. Was bringt es, in den Vorbereitungsspielern mitzumachen und in der Meisterschaft auszufallen? Wichtig ist, vernünftig mit der Mannschaft trainieren zu können und nächsten Samstag dabei zu sein“, zückt Bordon seinen persönlichen Fahrplan. Will heißen: „Heute Vormittag mache ich mit Papa einen Test. Wenn der positiv ausfällt, stehe ich nachmittags auf dem Platz“, “, muss der 28-Jährige erst bei Fitness-Coach Dr. Christos Papadopoulos durch den T.Ü.V.

Der Befürchtung, das ramponierte linke Knie müsse womöglich repariert werden, nimmt Bordon sofort jegliche Grundlage. „Nein, keine OP“, schüttelt der Ex-Stuttgarter den Kopf, „ich brauche auch keine Bandagen. Das bringt nichts.“

Auch der mittlere Teil der Schalker Samba-Achse gibt grünes Licht für das Top-Duell mit dem amtierenden Deutschen Meister. „Ich habe schon Dienstag einen Versuch gemacht, aber das war zu früh. Heute trainiere ich wieder mit“, ist Lincoln heiß auf den Rasen. „Ich habe sofort gesagt, es ist nicht so schlimm. Der Fuß ist nicht mehr blau, die Schwellung ist weg“, zeigt der Fußball-Künstler auf seinen linken Schuh.

Wie Landsmann Bordon hält auch Lincoln eine Generalprobe vor dem Ernstfall Werder nicht für nötig. „Hauptsache ich kann vorher voll mit der Mannschaft trainieren. Dann möchte ich gegen Galatasaray oder RWO dabei sein. Wichtig ist aber nur das Spiel gegen Bremen“, betont der 25-Jährige.

Wie sehr die Schalker Mannschaft von der Klasse der beiden Südamerikaner abhängig ist, deutete sich bereits am vergangenen Wochenende an. Das Mittelfeld präsentierte sich gegen unterklassige Kontrahenten ohne Ideen, und in der Abwehr machte vor allem Tomasz Waldoch als potenzielle Alternative für Bordon eine ganz schlechte Figur.

Autor: hb

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