Trotz riesiger Konkurrenz hat Torhüter Frank Rost noch nicht die Hoffnung aufgegeben, bei der WM 2006 den Adler auf der Brust tragen zu dürfen. Verständnis für Jürgen Klinsmanns Personalpolitik hat der Schalker dennoch.

Rost dreht an Klinsmanns Torhüter-Karussell

09. Januar 2005, 14:37 Uhr

Trotz riesiger Konkurrenz hat Torhüter Frank Rost noch nicht die Hoffnung aufgegeben, bei der WM 2006 den Adler auf der Brust tragen zu dürfen. Verständnis für Jürgen Klinsmanns Personalpolitik hat der Schalker dennoch.

Über einen Mangel an erstklassigen Torhütern konnte man sich im deutschen Fußball noch nie beklagen. Für Schlussmann Frank Rost von Schalke 04 bedeutet die Qualität seiner Zunft aber auch eine hohe Hürde, um noch auf den Zug Richtung WM 2006 aufspringen zu können. Den Kampf um einen Platz im Kader des dreimaligen Weltmeisters hat der ehemalige Bremer jedenfalls noch nicht aufgegeben. "Bis das WM-Aufgebot bekanntgegeben wird, fließt noch viel Wasser die Ruhr runter. Mein Ziel bleibt es, bei der WM dabei zu sein", erklärte der 31-Jährige in einem Interview mit der Bild am Sonntag.

Rost unterschrieb im Zusammenhang mit seinen geringen Perspektiven in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Kritik von Schalkes Manager Rudi Assauer an der Personalpolitik von Bundestrainer Jürgen Klinsmann: "Es geht doch nicht an, dass immer nur die Süd-Fraktion in der Nationalelf alles bestimmt und die anderen den Weg des geringsten Widerstands gehen und glücklich sind, wenn ihnen der Bundestrainer mal einen Brotkrümel hinwirft."

"Klinsmann ist nun mal Schwabe"

Allerdings seien Klinsmanns Entscheidungen bedingt nachvollziehbar: "Klinsmann ist nun mal Schwabe, kommt aus Stuttgart und hat bei Bayern München gespielt - also bevorzugt er Spieler vom VfB und aus München. Das ist menschlich, dafür habe ich sogar Verständnis. Bei Rudi Völler war es mit Bayer Leverkusen ja auch so." Wertvoll sei Kritik wie die von Assauer deswegen besonders in einer Hinsicht: "Der Bundestrainer muss merken: Aha, die anderen Manager schlafen doch nicht und registrieren alles."

Autor:

Kommentieren