Noch länger möchte sich Trainer Matthias Sammer beim VfB Stuttgart nicht auf die Folter spannen lassen. Bis zum ersten Rückrundenspiel müsse sich Torwart Timo Hildebrand entschieden haben, ob er bei den Schwaben bleibt.

Sammers Geduld mit Hildebrand fast am Ende

09. Januar 2005, 12:22 Uhr

Noch länger möchte sich Trainer Matthias Sammer beim VfB Stuttgart nicht auf die Folter spannen lassen. Bis zum ersten Rückrundenspiel müsse sich Torwart Timo Hildebrand entschieden haben, ob er bei den Schwaben bleibt.

Matthias Sammer wird langsam ungeduldig. Der Trainer von Bundesligist VfB Stuttgart hat seinen Keeper Timo Hildebrand aufgefordert, hinsichtlich einer möglichen Vertragsverlängerung endlich Klarheit zu schaffen. Falls der junge Torhüter seinen zum Saisonende auslaufenden Kontrakt in den nächsten Wochen nicht verlängern sollte, plant Sammer, Arsenals "Edel-Joker" Jens Lehmann zwecks Transfergesprächen zu kontaktieren.

"Der Spieler kann sich zwar bis Sommer frei entscheiden, aber auch wir müssen uns irgendwann mal entscheiden. Wir brauchen jetzt Klarheit, um dann planen zu können. Deadline ist das erste Rückrunden-Spiel gegen Mainz. Am Anfang dieser Woche soll er sich entschieden haben", sagte Sammer der Bild am Sonntag.

Hildebrand war zuletzt immer wieder beim deutschen Rekordmeister Bayern München als möglicher Nachfolger von Oliver Kahn ins Gespräch gekommen. Für den Fall gescheiterter Verhandlungen mit Hildebrand sieht Sammer in Nationalkeeper Lehmann, der bei Arsenal London in der Premier League derzeit nur auf der Bank sitzt, eine Alternative. "Ich habe Jens in Dortmund als Torwart gehabt. Er wird sich mit der Situation in London nicht lange abfinden. Sollte uns Timo verlassen, könnte Jens ein Thema werden", meinte der 37-Jährige.

"Ziel heißt UEFA-Cup"

Kein Thema ist für den 51-maligen Nationalspieler derzeit die Meisterschaft. Zwar haben die Stuttgarter nach der Hinrunde als Tabellendritter nur drei Punkte Rückstand auf "Wintermeister" München, doch Sammer sieht sein Team noch nicht als Bayern-Jäger: "Wir gehen sachlich mit unserer Zielsetzung um - und die heißt UEFA-Cup. Wenn es gilt anzugreifen, werden wir das tun."

Nicht mehr für den VfB angreifen werden jedoch Emanuel Centurion und Hakan Yakin, die am Sonntag nicht mit ins Trainingslager nach Marbella reisten. Der 22 Jahre alte Argentinier Centurion wird bis zum Saisonende an seinen Heimatverein Velez Sarsfield ausgeliehen, hat aber in Stuttgart noch einen Vertrag bis 2008.

Stuttgarts zweites "Sorgenkind" blieb ebenfalls zu Hause. Der Schweizer Nationalspieler Yakin, der im vergangenen Januar für 2,5 Millionen Euro Ablöse vom FC Basel nach Stuttgart gewechselt war, soll unbedingt vor Ende der zweiten Transferperiode am 31. Januar verkauft werden. Zuletzt war der FC Sion an einer Verpflichtung des 27 Jahre alten Mittelfeldspielers interessiert.

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