Frank Rost ist klug geworden. Legendär sind seine Brandreden, zum Beispiel nach der 0:3-Pleite in Wolfsburg, als er von Pappmachés, Freiwild und Vollidioten wütete. Wie zuletzt bei der Diskussion um die Torhüterfrage in der Nationalelf bewegt sich der Schalker Kapitän auch hinsichtlich der Möglichkeiten des FC Schalke locker auf diplomatischem Parkett.

SCHALKE - Frank Rost will Parallelen zu 2001 nicht „im Buch nachlesen“

hb
22. Dezember 2004, 10:00 Uhr

Frank Rost ist klug geworden. Legendär sind seine Brandreden, zum Beispiel nach der 0:3-Pleite in Wolfsburg, als er von Pappmachés, Freiwild und Vollidioten wütete. Wie zuletzt bei der Diskussion um die Torhüterfrage in der Nationalelf bewegt sich der Schalker Kapitän auch hinsichtlich der Möglichkeiten des FC Schalke locker auf diplomatischem Parkett.

Frank Rost ist klug geworden. Legendär sind seine Brandreden, zum Beispiel nach der 0:3-Pleite in Wolfsburg, als er von Pappmachés, Freiwild und Vollidioten wütete. Wie zuletzt bei der Diskussion um die Torhüterfrage in der Nationalelf bewegt sich der Schalker Kapitän auch hinsichtlich der Möglichkeiten des FC Schalke locker auf diplomatischem Parkett.

„Hätte mir vor der Saison jemand gesagt, dass wir nach 17 Spieltagen 34 Punkte haben, dann hätte ich das sofort unterschrieben“, teilt Rost die Meinung von Trainer Ralf Rangnick, dass die erzielte Ausbeute „eine Menge Holz“ seien. „Diesen kleinen Rückschlag werden wir schnell wegstecken und schon in der Vorbereitung wieder hart an uns arbeiten. Entscheidend ist, dass wir aus jedem Spiel lernen und unsere Schlüsse ziehen. Das ganze Gequatsche bringt dich nämlich nicht weiter und lenkt nur ab“, will sich der Keeper die kommenden friedlichen Tage vom missglückten Hinrunden-Ausklang nicht verderben lassen. „Wir können erhobenen Hauptes die Winterpause genießen, ein schönes Weihnachtsfest feiern, uns ausruhen und für die Rückrunde Kraft tanken“, betont Rost. „Wir werden noch enger zusammenrücken, es ist alles drin und offen für den Rest der Serie.“

Auch wenn Fans schon Parallelen zum Jahr 2001 ausmachen und Spieler wie Ebbe Sand, die das Trauma vom 19. Mai immer noch mit sich herum schleppen, will Rost von einem Knacks für die kommenden sechs Monate nichts wissen. „Psychologisch war das ein bitterer Moment, aber das ist Geschichte, vorbei, Vergangenheit. Das kann man höchstens noch in einem Buch nachlesen. Wichtig ist die Gegenwart und da können wir viel erreichen“, geht die Nummer eins im Schalker Kader als positives Beispiel voran. „Optimal wäre es, wenn wir den Start nicht verpatzen und gleich voll da sind. Mit Werder Bremen wartet ja gleich ein Titelkandidat, da müssen wir hellwach sein“, freut sich Rost schon auf das Duell mit seinem Ex-Verein.

Autor: hb

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