Das Strahlen im Gesicht von BVB-Kapitän Sebastian Kehl hätte am Samstag nicht größer und heller sein können.

Kehl will beim Finale den Sack zu machen

„Gewünscht und erarbeitet“

Matthias Dersch
17. Mai 2009, 20:57 Uhr

Das Strahlen im Gesicht von BVB-Kapitän Sebastian Kehl hätte am Samstag nicht größer und heller sein können.

Der 29-Jährige hatte so eben den ersten Bundesliga-Doppelpack seiner Karriere erzielt und damit maßgeblichen Anteil am 6:0-Erfolg seiner Borussen über Arminia Bielefeld.

Der fünfte Heimsieg in Serie bedeutete zugleich den Sprung auf Tabellenplatz fünf - ab jetzt ist der BVB nicht mehr der Jäger, sondern der Gejagte. „Wir wussten in den letzten Wochen schon, dass jede Niederlage für uns das Aus hätte bedeuten können.

Sprich: Wir mussten auch da schon alle Spiele gewinnen“, wollte der „Sechser“ darin jedoch keinen mentalen Nachteil sehen: „Wir haben von den letzten neun Partien acht gewonnen. Wir sind also nicht nur angetreten, um Jojo zu spielen.“

Die Sprüche saßen locker an diesem sonnigen Samstagabend, der für die BVB-Kicker in der Dannemann-Lounge im Signal Iduna Park endete. Es durfte einen Abend lang gefeiert werden, bevor der Blick am nächsten Morgen wieder auf das Tagesgeschäft gerichtet wurde.

Denn es war nicht alles Gold, was am Samstag glänzte. Und so beschied auch Kehl seiner Elf: „Wir hatten in der ersten Hälfte ein bisschen Glück. Das war kein Champagnerfußball. Aber das, was in der zweiten Hälfte ablief, war ein tolles Erlebnis. Auch für mich, denn ich durfte noch nie zwei Tore in einer Partie machen.“

Der Dank ging jedoch nicht nur an die eigene Mannschaft und an die eigenen, frenetisch feiernden Fans, sondern auch an den 1. FC Köln: „Es hat uns sehr gut getan, dass die Kölner in Hamburg gewonnen haben. Wir haben uns dieses Endspiel gewünscht und erarbeitet. Jetzt müssen wir den Sack zu machen.“

Autor: Matthias Dersch

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