Manchmal weiß Hamit Altintop nicht genau, ob er lachen oder weinen soll. Nach Wochen der Verbannung auf der Bank gehört der Shooting-Star der vergangenen Saison wieder zur ersten Schalker Elf.

SCHALKE - Hamit Altintop vor dem Abflug nach Brasilien

hb
14. Dezember 2004, 16:58 Uhr

Manchmal weiß Hamit Altintop nicht genau, ob er lachen oder weinen soll. Nach Wochen der Verbannung auf der Bank gehört der Shooting-Star der vergangenen Saison wieder zur ersten Schalker Elf.

Manchmal weiß Hamit Altintop nicht genau, ob er lachen oder weinen soll. Nach Wochen der Verbannung auf der Bank gehört der Shooting-Star der vergangenen Saison wieder zur ersten Schalker Elf.

Das aber auf einer Position, mit der er sich erst noch anfreunden muss, mit der aber gar keine dauerhafte Beziehung eingehen will. „Erst einmal bin ich froh, dass ich wieder spiele. Ich könnte auch in die Innenverteidigung wechseln, dafür hätte ich aber nicht die nötige Kopfball-Stärke“, überlegt Altintop.

Aus der Not zum rechten Verteidiger geboren, machte sich der türkische A-Nationalspieler in ungewollter Rolle mit drei starken Vorstellungen gegen Bielefeld sowie in Rotterdam und Dortmund unentbehrlich. „Ich habe auf Schalke schon alle Positionen ausprobiert, Mittelfeld rechts, links, hinter den Spitzen oder vor der Abwehr“, profitiert Altintop von seiner Fähigkeit als Allrounder.

Klar ist aber auch, dass der Ex-Wattenscheider seine Qualitäten nicht in der Deckung hat. „Ich habe nun einmal den Drang nach vorne, möglichst mit Abschluss. Den kann ich auch über die Außenbahn ausleben, aber meine Stärken sehe ich eher im Mittelfeld“, betont Altintop, um klar zu stellen: „Ich habe das ein paar Spiele mitgemacht und werde auch am Samstag, falls der Trainer mich aufstellt, wieder dort auflaufen. Ich möchte jetzt keine Unruhe machen, aber zufrieden stellt mich das auf Dauer nicht.“

Denn Altintop hat auf und mit Schalke noch ganz viel vor. „Wir sind Zweiter, haben schon 33 Punkte auf dem Konto. Das ist riesig. Persönlich aber möchte ich zunächst auf Schalke Stammspieler sein und irgendwann ein ganz großer Fußballer werden,“ mangelt es dem Super-Talent nicht an Selbstbewusstsein.

Nach dem letzten Match gegen Freiburg ist aber erst einmal Urlaub angesagt. Auf Einladung von Lincoln fliegt Hamit mit Bruder Halil in der nächsten Woche nach Brasilien. Der Trip muss wegen Ronaldos Einladung für Lincoln zum Benefizspiel in Madrid aber um ein paar Tage verschoben werden.

Autor: hb

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