Verbandsliga 2: Germania Gladbeck misslingt Generalprobe

"Die Karten werden jetzt neu gemischt"

sb
08. August 2006, 18:02 Uhr

Der Top-Favorit der Verbandsliga 2, Germania Gladbeck jagt der Konkurrenz derzeit noch keinen Schrecken ein. Am Sonntag gewann die Elf gegen den STV Horst-Emscher „Husaren“ zwar mit 3:0, überzeugen konnte sie aber dennoch nicht. Co-Trainer Guido Naumann kündigte Konsequenzen an.

Es war nicht gerade ideenreich was die Elf bei ihrem enttäuschenden Auftritt am Sonntag bot. Eine Woche vor dem Liga-Auftakt beim SC Hassel wurde der Aufstiegsaspirant Nummer eins gegen den Bezirksligisten aus Gelsenkirchen seiner Favoritenrolle nicht gerecht. Dementsprechend verärgert über seine Mannschaft war Co-Trainer Guido Naumann, der den verhinderten Spielertrainer Mustafa Turgut an der Seitenlinie vertrat: „Unser Auftreten hatte in diesem Spiel kein Verbandsliga-Niveau. Einige denken, dass die Stammplätze schon vergeben sind. Die werden schon merken, dass dies nicht so sein wird“.

Es lag nicht nur an der fehlenden Kreativität des Mittelfelds, dass gegen die „Husaren“ nicht viel gelang. Bedingt durch die häufigen Fehlpässen und die vielen verlorenen Zweikämpfe im Mittelfeld sowie in der Abwehr, konnte das Team keine fußballerischen Akzente setzen. Die erste Torschance gab es dementsprechend erst in der 20. Spielminute, für das 1:0 musste schon eine Einzelaktion von Daniel Zahn herhalten.

Auch mit der Führung im Rücken gelang es den Gladbeckern nicht, das Spiel zu dominieren. Anfang der zweiten Halbzeit wäre dem Bezirksligisten sogar fast der Ausgleich gelungen, doch Torwart Rafael Dudek konnte sich zweimal glänzend auszeichnen.

Erst in der Schlussphase, als die Beine der tapfer kämpfenden Horster immer schwerer wurden, erzielten Ahmet Özkaya und der ehemalige Münsteraner Calogero Cavaleri zwei weitere Treffer. Doch der schwache Gesamteindruck veranlasste Naumann über die Anfangsformation für die Auftaktpartie gegen den SC Hassel noch einmal nachzudenken: "Einige Spieler könnten sich mit ihrer heutigen Leistung herausgespielt haben. Die Karten werden jetzt neu gemischt."

Nach dem Spiel musste die Mannschaft - noch in ihren Trikots - einige Sprint- und Laufübungen absolvieren. Das sah schon stark nach einem einem Straftraining aus...

Tore: 1:0 (38.) Zahn, 2:0 (78.) A. Özkaya, 3:0 (84.) Cavaleri.
Germania Gladbeck: Dudek - Turhal, Schnelle, A.Özkaya - M.Özkaya, Durdu (46. Sievert), Polat (70. Beganovic), Senger, Zahn (60. Cavaleri) - Ouro-Akpo, Kalayci (46. Mbaye).

Autor: sb

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