Ebbe Sand für Rangnick "überragend"

21. November 2004, 10:36 Uhr

Besonders mit der Leistung eines Spieler war Ralf Rangnick nach dem 3:0-Sieg von Schalke 04 bei Bayer Leverkusen zufrieden. Im Interview nach dem Spiel nannte der Trainer die Leistung von Ebbe Sand schlicht "überragend".

Durch den 3:0-Sieg in der BayArena hat Schalke 04 am Samstag die Heimserie von Bayer Leverkusen beendet. Nach dem Spiel äußerte sich Trainer Ralf Rangnick im Interview über den wichtigen Auswärtssieg und seine weiteren Ziele mit Schalke.

Frage: "Ralf Rangnick, Ihre Mannschaft hat den Heimnimbus von Bayer Leverkusen beendet. Nach zwölf Spielen kassierte Bayer wieder eine Niederlage vor heimischer Kulisse. Wie fällt Ihr Fazit aus?"

Ralf Rangnick: "Wir haben in den ersten 20 Minuten nicht ins Spiel gefunden, waren schläfrig und immer zwei oder drei Schritte zu spät. Das Führungstor fiel aus heiterem Himmel. Wir haben uns mit einem eigenen Tor geweckt. Die Mannschaft hat sich dann aber enorm gesteigert."

Frage: "Fühlen Sie sich jetzt als Titelanwärter?"

Rangnick: "An der Spitze sind doch alle Mannschaft ganz eng zusammen. Am Donnerstag steht das wichtige UEFA-Cup-Spiel gegen Ferencvaros Budapest an. Dann spielen wir gegen Bielefeld, es folgt das Duell gegen Dortmund, und zum Abschluss spielen wir gegen Freiburg. Wenn wir von den letzten drei Spielen in diesem Jahr zwei gewinnen, bin ich zufrieden. Sollten wir alle gewinnen, bin ich sogar sehr zufrieden. Unsere Zielsetzung ist, unter die ersten Fünf zu kommen. Die ersten Zwei sind auch unter den ersten Fünf ..."

Frage: "Auffälligster Schalker Spieler war Lincoln, der an allen drei Toren beteiligt war."

Rangnick: "Lincoln hat besser gespielt als gegen Hertha. Überragend hat für mich Ebbe Sand gespielt. Bei ihm sieht man, welche Rolle der Faktor Spaß spielt, um erfolgreich zu sein."

Frage: "Ailton hätte heute sogar drei Tore machen. Wie beurteilen Sie seine Leistung?"

Rangnick: "Bei "Toni" war es nur eine Frage der Zeit. Er hat vergangene Saison 28 Tore gemacht und noch neun weitere vorbereitet. Es war heute sein bestes Auswärtsspiel. Er war ein ständiger Unruheherd."

Frage: "Trotzdem ist es bestimmt nicht immer ganz einfach, den Spieler Ailton bei Laune zu halten, oder?"

Rangnick: ""Toni" sieht man aus 100 Metern ohne Brille an, ob er gut drauf ist oder nicht. Mir geht es jedenfalls so. Er zahlt zurück, dass wir es mit ihm bislang gut hingekriegt haben."

Frage: "Schalke hatte zu Beginn einige Probleme. Hat dies mit dem verlorenen Heimspiel gegen Hertha zu tun?"

Rangnick: "Ich habe der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass im Fußball nicht immer alles gerade läuft, sondern auch manchmal Umwege gemacht werden müssen. Wir haben noch keine Mannschaft, die ein Spiel 90 Minuten dominieren kann. Das liegt auch ein wenig an der Belastung, die die Mannschaft verkraften musste. Erfreulich war für mich, dass wir die Ausfälle gut weggesteckt haben. Es sind andere Spieler in die Bresche gesprungen. Wichtig ist, was wir als Mannschaft erreichen."

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