Nach dem Rücktritt seines Trainers Juri Schlünz steht Bundesligist Hansa Rostock in konkreten Verhandlungen mit einem Wunschkandidaten. Auslöser der Demission war die peinliche 0:6 Schlappe im Heimspiel gegen den HSV.

Rostock steht vor schneller Lösung in Trainerfrage

15. November 2004, 15:00 Uhr

Nach dem Rücktritt seines Trainers Juri Schlünz steht Bundesligist Hansa Rostock in konkreten Verhandlungen mit einem Wunschkandidaten. Auslöser der Demission war die peinliche 0:6 Schlappe im Heimspiel gegen den HSV.

Der Rücktritt von Juri Schlünz ist keine 15 Stunden her, da stehen die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten Hansa Rostock bereits in konkreten Verhandlungen mit einem Nachfolger. Einem "Wunschkandidaten", wie Vorstandschef Manfred Wimmer berichtet.

"Wir wollen eine schnelle Lösung, und der neue Trainer soll bereits am Samstag in Berlin auf der Bank sitzen", sagte Wimmer weiter. Gerüchte halten sich hartnäckig, dass es sich um Werner Lorant oder den ehemaligen Rostocker Frank Pagelsdorf handeln soll.

Fans pöbeln gegen Spieler

Wimmer und Hansa-Manager Herbert Maronn machten während des Vormittagstrainings in Ansprachen gegenüber der gesamten Mannschaft deutlich, dass ihrer Meinung nach das Team die Hauptverantwortung am Rücktritt von Schlünz trifft. 30 Fans bepöbelten die Spieler und machten so ihrem Unmut über die katastrophale Leistung bei der 0:6-Niederlage gegen den Hamburger SV Luft. "Arbeitsverweigerung", war dabei noch der harmloseste Vorwurf.

Mannschaftskapitän Mathias Schober zeigte Verständnis für die Fans und wollte sich zum Anforderungsprofil des neuen Trainers nicht konkret äußern. "Natürlich ist das eine bedrückende Situation und man hat ein schlechtes Gewissen. Ob wir einen harten oder nicht so harten Trainer bekommen ist egal. Wir brauchen endlich wieder Punkte", sagte der Torhüter.

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