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Bayerns "Dreierpack" besiegelt VfL-Niederlage

14. November 2004, 19:34 Uhr

Mit einem "Dreierpack" innerhalb von sechs Minuten hat Bayern München einen 3:1 (0:0)-Erfolg beim VfL Bochum gefeiert. Paolo Guerrero traf doppelt, Christoph Preuß mit einem Eigentor besiegelte die Schlappe des VfL.

Mit einem Doppelschlag binnen fünf Minuten hat Jungstar Paolo Guerrero Rekordmeister Bayern München vor einem weiteren Rückschlag im Meisterrennen der Bundesliga bewahrt und zum Sprung auf Platz zwei hinter Spitzenreiter VfL Wolfsburg verholfen. Der Jungnationalspieler aus Peru drehte die Partie beim 3:1 (0:0)-Sieg beim VfL Bochum praktisch im Alleingang um.

Nach dem Rückstand durch Vratislav Lokvenc (66.) brachte der 20 Jahre alte Guerrero die Münchener vor 32.645 Zuschauern im ausverkauften Ruhrstadion mit seinem zweiten und dritten Treffer im dritten Bundesliga-Spiel (76./81.) in Führung. Auch beim 3:1 durch ein Eigentor von Christoph Preuß (82.) spielte der Peruaner die entscheidende Rolle, indem er den Preuß im eigenen Strafraum attackierte. Die Bochumer, die beim 1:0 im Februar den ersten Heimsieg gegen Bayern seit 19 Jahren gefeiert hatten, rutschten durch die Niederlage mit elf Punkten auf einen Abstiegsplatz.

In der ersten Halbzeit zeigten beide Teams ein erschreckend schwaches Spiel. Die Gäste aus München enttäuschten vor allem im Mittelfeld auf ganzer Linie. Die Nationalspieler Michael Ballack und Torsten Frings fanden nicht ins Spiel, konnten keinerlei Impulse setzen und blieben ohne Ideen. Die Stürmer Roy Makaay und Claudio Pizarro hingen völlig in der Luft.

Dementsprechend kam die Mannschaft von Trainer Felix Magath im ersten Durchgang nur durch Fernschüsse zu kleineren Torgelegenheiten, so durch Owen Hargreaves (7.) oder Robert Kovac (34.). Die beste Torchance der ersten Halbzeit besaß der VfL in der 37. Minute: Nach einer Hereingabe von Lokvenc verpasste Filip Trojan den Ball in der Mitte, den Schussversuch von Dariusz Wosz konnte Willy Sagnol im letzten Moment abblocken.

Magath reagierte zur Halbzeit und brachte Amateurstürmer Paolo Guerrero für Pizarro, dies erwies sich als Glücksgriff. Die Bayern diktierten gegen die defensiv eingestellten Gastgeber das Geschehen, mussten aber in der 66. Minute zunächst den Rückstand hinnehmen. Nach einer Kopfballablage seines Sturmkollegen Peter Madsen vollendete Lokvenc aus kurzer Distanz. Doch zehn Minuten später nutzte Guerrero eine Unsicherheit in der Bochumer Abwehr zum Ausgleich.

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