Am Samtagnachmittag kassierte der FC Schalke 04 die erste Niederlage unter Trainer Ralf Rangnick. Nach dem Spiel sprach der Übungsleiter über das 1:3 gegen Hertha BSC Berlin und die kommenden Aufgaben.

Rangnick: "Am Ende hat der letzte Punch gefehlt"

14. November 2004, 11:12 Uhr

Am Samtagnachmittag kassierte der FC Schalke 04 die erste Niederlage unter Trainer Ralf Rangnick. Nach dem Spiel sprach der Übungsleiter über das 1:3 gegen Hertha BSC Berlin und die kommenden Aufgaben.

Nach sechs Siegen in Folge hat Schalke 04 am Samstag die erste Niederlage unter Ralf Rangnick kassiert. Der Trainer zeigte sich jedoch gefasst und stellte sich nach dem Spiel den Fragen der Journalisten.

Frage: "Herr Rangnick, nach sechs Siegen in den ersten sechs Bundesliga-Spielen unter ihrer Leitung hat Schalke 04 gegen Berlin zum ersten Mal verloren. Wie gehen Sie nun mit dieser Niederlage um?"

Ralf Rangnick: "Für uns bricht überhaupt keine Welt zusammen. Es kam eben viel zusammen: Der Gegner war stark, einige strittige Situationen wurden gegen uns entschieden, und am Ende hat auch der letzte Punch gefehlt. Dafür hat die Mannschaft in der zweiten Halbzeit große Moral gezeigt."

Frage: "Manager Rudi Assauer und einige Profis haben nach dem 26. Pflichtspiel der Saison auf die nachlassenden Kräfte verwiesen. Wie sehen Sie das?"

Rangnick: "Sicher hat am Schluss etwas der letzte Punch gefehlt. Aber darüber darf man überhaupt nicht reden, sonst redet man es den Spielern irgendwann ein und liefert ihnen ein Alibi. Wir hatten zwar schon fast doppelt so viele Spiele in den Knochen wie der Gegner, aber wir wollten im Pokal und im UEFA-Cup überwintern, und man kann nicht den Anspruch haben, international zu spielen und sich dann beschweren, wenn man mehr als ein Spiel pro Woche hat. Und wir können auch keine Trostrunde fordern für alle Teams, die nicht international dabei sind, damit wir Chancengleichheit haben."

Frage: "Sie sind ein erklärter Gegner der Rotation. Wird diese nach der Niederlage wieder zum Thema?"

Rangnick: "So viel hat ja gar nicht gefehlt bei der Mannschaft. Und außerdem hängt alles von den Ergebnissen ab. Hätten wir das Spiel in Hamburg nicht noch gedreht, hätten wir diese Diskussion schon in der vergangenen Woche gehabt. Und wären wir diesmal durch einen Elfmeter, den man nach dem Foul an Gerald Asamoah durchaus geben kann, in Führung gegangen und hätten das Spiel gewonnen, würden wir auch diesmal noch nicht darüber reden."

Frage: "In Leverkusen steht Ihnen nächste Woche aber wohl ein wegweisendes Spiel bevor."

Rangnick: "Das wird sicher ein schweres Spiel. Aber dort darf die Ausrede mit der hohen Belastung erst recht nicht gelten. Leverkusen hat ebenfalls viele Spiele durch die Champions League. Außerdem habe ich gehört, sie haben wegen der Abstellungen der Nationalspieler in dieser Woche nur fünf Spieler im Trining. Da sind wir mit acht doch richtig gut dran."

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