Einen Tag nach dem überraschenden Rücktritt von Sportdirektor Jürgen Kohler und Trainer Petrik Sander hat Fußball-Drittligist VfR Aalen in Rainer Scharinger bereits einen neuen Coach präsentiert.

Aalen: Scharinger neuer VfR-Trainer

"Spielern das Alibi genommen"

07. Mai 2009, 10:34 Uhr

Einen Tag nach dem überraschenden Rücktritt von Sportdirektor Jürgen Kohler und Trainer Petrik Sander hat Fußball-Drittligist VfR Aalen in Rainer Scharinger bereits einen neuen Coach präsentiert.

Der 43-Jährige soll den abstiegsbedrohten Klub in den verbleibenden vier Spielen noch zum Klassenerhalt führen. "Scharinger gilt dabei nicht als Übergangslösung, vielmehr wird er uns auch in der neuen Saison als Cheftrainer begleiten - unabhängig von der Ligenzugehörigkeit", sagte Vizepräsident Guido Walter.

Scharinger, der vom Oberligaklub 1899 Hoffenheim II kommt, leitete am Mittwoch bereits die erste Trainingseinheit. Die Aufgaben von Kohler sollen zunächst von den Verantwortlichen der Geschäftsstelle übernommen werden. Weltmeister Kohler und der frühere Cottbus-Coach Sander hatten am Dienstag nach der 1:3-Pleite beim Tabellenvorletzten Werder Bremen II am Wochenende ihren Rücktritt eingereicht. "Mit dieser Entscheidung sehen wir die letzte Möglichkeit, die Spieler im Kampf um den Klassenerhalt in die Verantwortung zu nehmen. Damit ist der Mannschaft jegliches Alibi genommen", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. "Herr Kohler und Herr Sander hatten nicht mehr den Eindruck, dass sie die Mannschaft erreichen können", sagte Aufsichtsratsmitglied Klaus Betz und sprach deshalb von einer "großartigen Geste".

Die Spieler waren jedoch "total überrascht", wie Kapitän Christian Alder verdeutlichte. Der Tabellendrittletzte aus Aalen hatte zuletzt zweimal in Folge gegen direkte Konkurrenten verloren, 0:1 bei Wacker Burghausen und 1:3 bei Werder Bremen II. Der VfR belegt derzeit mit 35 Punkten Rang 18, der den Abstieg bedeuten würde. Der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze beträgt einen Zähler. Am kommenden Samstag muss der VfR gegen den Aufstiegsaspiranten SC Paderborn antreten. Es folgen Spiele beim Tabellenletzten Stuttgarter Kickers, gegen Aufstiegsaspirant Fortuna Düsseldorf sowie bei der SpVgg Unterhaching.

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