Zur finanziellen Misere gesellt sich nun auch noch die sportliche Krise: Borussia Dortmund steht nach der 0:1-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern mit dem Rücken zur Wand. Für den FCK war es dagegen ein Befreiungsschlag.

Lautern stürzt BVB noch tiefer in die Krise

13. November 2004, 17:28 Uhr

Zur finanziellen Misere gesellt sich nun auch noch die sportliche Krise: Borussia Dortmund steht nach der 0:1-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern mit dem Rücken zur Wand. Für den FCK war es dagegen ein Befreiungsschlag.

Der krisengeschüttelte Bundesligist Borussia Dortmund musste einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Jahreshauptversammlung ein weiteres Negativerlebnis verkraften. Die wirtschaftlich und sportlich angeschlagenen Westfalen unterlagen am 13. Spieltag 0:1 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern und haben damit die Stimmung unter den Klubmitgliedern weiter verschlechtert. Dagegen gelang den sportlich ebenfalls in der Krise steckenden "Roten Teufeln" ein wichtiger Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt. Den entscheidenden Treffer erzielte Ferydoon Zandi per Foulelfmeter (71.).

Die 37.417 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion sahen in der Anfangsphase stark aufspielende Gastgeber, die den BVB mit großem Kampfgeist und hoher Laufbereitschaft unter Druck setzten. Bereits nach sieben Minuten hatten die Pfälzer die große Möglichkeit zur Führung, doch Ex-Nationalspieler Carsten Jancker scheiterte am Dortmunder Torwart Roman Weidenfeller.

Auch im Anschluss an diese Szene dominierte der FCK die Partie gegen die Dortmunder, die ohne zehn verletzte Profis in die Pfalz gereist waren. Doch trotz der Feldüberlegenheit konnten sich die Lauterer zunächst keine weiteren Chancen herausarbeiten. Mitte der ersten Hälfte kamen die Borussen besser ins Spiel, doch in der letzten Viertelstunde vor der Pause übernahm die Heimmanschaft wieder das Kommando auf dem Platz und hatten durch den Griechen Ioannis Amanatidis noch zwei gute Möglichkeiten (33./36.).

Kurz nach dem Seitenwechsel schien die Dortmunder Hintermannschaft noch mit den Gedanken in der Kabine zu sein. Allen voran Kapitän Christian Wörns leistete sich einen groben Schnitzer, den Amanatidis aber nicht verwerten konnte (49.). Nur acht Minuten später war es erneut der Grieche, der eine gute Chance ungenutzt ließ. Die Entscheidung fiel nach einem Foul des Dortmunder Abwehrspielers Markus Brzenska am eingewechselten Halil Altintop. Den fälligen Strafstoß verwandelte Zandi sicher.

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