Dem Pokaltriumph zum Trotz - im Ligaalltag setzt Rot-Weiss Essen die schaurige Auswärtsbilanz der letzten Wochen fort.

RWE: 1:2 in Mainz! Mölders' Treffer ohne Belang

Konstant ist allein die schaurige Auswärtsbilanz

Aaron Knopp
04. Mai 2009, 21:58 Uhr

Dem Pokaltriumph zum Trotz - im Ligaalltag setzt Rot-Weiss Essen die schaurige Auswärtsbilanz der letzten Wochen fort.

Montagabend am Mainzer Bruchweg, das ließ Zweitligaerinnerungen aufkommen. Doch nicht nur die magere Kulisse von 605 Zuschauern, auch die Vorstellung der Gäste spielte da so gar nicht mit. Statt die Pokaleuphorie in die Liga zu retten, verfielen die Rot-Weissen allzu schnell in altbekannte Muster: Dem ordentlichen Start mit zwei Chancen in den ersten Minuten durch Mike Wunderlich (3.) und Sascha Mölders (4.) folgte der erneute Genickschlag. Ein Konter der Mainzer Reserve, Mario Vrancic kam aus Nahdistanz zum Abschluss, den konnte RWE-Keeper Robin Himmelmann zwar noch parieren, der Nachschuss von Oliver Heil saß aber (15.). Das 1:0 für die stärkste Rückrundenmannschaft gegen das schwächste Auswärtsteam der Liga.

[infobox-right]RWE-Trainer Ernst Middendorp: "Ich muss fast jedes Mal die gleiche Platte auflegen. Immer wieder geben wir die Spiele wegen der gleichen Fehler ab. So sind wir auch in den nächsten Wochen in jedem Stadion herzlich willkommen."

Peter Neustädter (Trainer FSV Mainz 05 II): "Nachdem wir in der Anfangsphase einige brenzlige Situationen zu überstehen hatten, sind wir immer besser ins Spiel gekommen. Die Mannschaft hat taktisch diszipliniert gespielt und meine Vorgaben gut umgesetzt."[/infobox]
In der Folgezeit trat die Mannschaft von Trainer Ernst Middendorp zwar dominanter auf, ließ jedoch die nötige Effektivität vermissen. Beispielhaft Markus Kurth, der es nicht verstand, den bereits am Boden liegenden Mainzer Keeper Daniel Davari zu überwinden (49.).

Zwar war den Rot-Weissen das Bemühen nicht abzusprechen, jedoch agierten die Gäste zu kopflos. Und statt dass gar der Ausgleich fiel, setzten die Mainzer noch einen drauf - oder besser gesagt Nejmeddin Daghfous, der per Kopf das 2:0 besorgte (68.). Dass Mölders wenigstens noch Ergebniskosmetik betrieb und einen Foulelfmeter verwandelte (93.) verkam so zur Randnotiz.

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Das Warten auf das erste Erfolgserlebnis auf fremdem Platz seit Mitte September geht also weiter. In der aktuellen Verfassung müssen die Bergeborbecker froh sein, dass sie wenigstens der Abstiegskampf nicht mehr einholen kann.

Autor: Aaron Knopp

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