Im Spitzenspiel des 10. Bundesliga-Spieltages treffen heute im Gottlieb-Daimler-Stadion der VfB Stuttgart und Werder Bremen aufeinander. Der VfB will auf Platz eins stürmen, Werder den Kontakt nach oben halten.

Stuttgart hat Platz eins im Visier

tok
27. Oktober 2004, 15:14 Uhr

Im Spitzenspiel des 10. Bundesliga-Spieltages treffen heute im Gottlieb-Daimler-Stadion der VfB Stuttgart und Werder Bremen aufeinander. Der VfB will auf Platz eins stürmen, Werder den Kontakt nach oben halten.

Ein richtungsweisendes Spiel im Kampf um eine gute Position im Meisterschaftskampf steht heute (20 Uhr) im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion an. Fast exakt sieben Monate nachdem der gastgebende VfB und Werder Bremen die Fans mit einem 4:4 im wohl besten Spiel der vergangenen Bundesliga-Saison begeisterten, wollen die Schwaben nach dem Sturz von der Tabellenspitze Wiedergutmachung leistet, will sich der deutsche Meister endgültig im Kampf um den Titel zurückmelden.

"Das 4:4 war sicherlich eines der besten Spiele der letzten Saison. Beim Blick auf die Tabelle ist es auch diesmal wieder ein sehr wichtiges Spiel. Mit einem Erfolg können wir uns oben festsetzen", erklärte Bremens Sportdirektor Klaus Allofs vor dem zweiten Topspiel des 10. Spieltages (neben Bayern München gegen den VfL Wolfsburg).

Werder-Profis haben Respekt

Ähnlich wie Allofs sieht es Werder-Torjäger Ivan Klasnic, der sich auch noch gut an das zurückliegende Aufeinandertreffen erinnern kann. "Es war ein Highlight. Aber diesmal wollen wir gewinnen. Es wird hoffentlich wieder ein tolles Spiel, nur ohne vier Gegentore", meinte der Kroate und fügte hinzu: "Wir haben Respekt vor Stuttgart, aber die haben sicher auch Respekt vor uns." Von Wertschätzung für den Gegner ist auch die Ansicht von Nationalstürmer Miroslav Klose geprägt. Dem 26-Jährigen würde ein Remis im Gottlieb-Daimler-Stadion offenbar schon reichen: "Wir dürfen dort nicht verlieren."

Mit einem Unentschieden wollen sich die Schwaben aber nicht begnügen. Die Profis möchten die Scharte der ersten Saisonpleite in Freiburg wieder auswetzen. "Es ist prima, dass wir den Patzer schon gegen Werder wieder gut machen können. Wir müssen Bremen jetzt schlagen", erklärte Routinier Horst Heldt kämpferisch. Auch Torhüter Timo Hildebrand, der in Freiburg nach 536 Minuten ohne Gegentor wieder hinter sich greifen musste, hofft auf eine schnelle Wiedergutmachung. "Die Niederlage in Freiburg war hoffentlich ein Warnschuss. Gut, dass wir das gleich wieder wettmachen können", sagte der Nationaltorwart.

Selbst der sonst so kritische VfB-Trainer Matthias Sammer will sich nicht mehr mit der Niederlage sowie der umstrittenen Roten Karte gegen Innenverteidiger Martin Stranzl beschäftigen und fordert volle Konzentration auf das Spitzenspiel. "Was soll ich mich noch mit diesen Dingen beschäftigen. Ich hoffe, alle haben gesehen, wie schnell es gehen kann. Jetzt müssen alle sehr konzentriert vor dem Bremen-Spiel arbeiten", meinte der Coach.

Doll mit HSV vor Heimdebüt

Mit großer Konzentration hat auch der neue Hamburger Trainer Thomas Doll nach dem Erfolg bei Borussia Dortmund auf sein Heimdebüt als HSV-Coach gegen Freiburg hingearbeitet. "Für mich ist es ein Traum, als Trainer in die AOL-Arena zurückzukehren", meinte der 38-Jährige, für den sich am Mittwoch ein Kreis schließt. Doll hatte ausgerechnet beim 5:0-Sieg des HSV gegen Freiburg im Jahr 2000 sein letztes Spiel im Dress der Hamburger absolviert.

Während die Hamburger sich mit einem Erfolg einen Platz im Mittelfeld der Tabelle erkämpfen wollen, möchte Bayer Leverkusen diesen Bereich so schnell wie möglich verlassen. Trainer Klaus Augenthaler präsentierte nach dem 1:1 vom vergangenen Samstag beim 1. FC Kaiserslautern auch gleich das Erfolgsrezept für die Partie gegen Arminia Bielefeld: "Wir müssen so spielen wie gegen Real Madrid, und so kämpfen wie in Lautern."

Mainz will zurück in Erfolgsspur

Aufsteiger FSV Mainz 05 hat weder Probleme mit dem Spielen noch mit dem Kämpfen. Die Rheinhessen wollen sich durch das 1:2 am Sonntag bei Schalke 04 nicht aus dem Konzept bringen lassen und planen gegen Hansa Rostock die Rückkehr in die Erfolgsspur. "Das ist eine schwierige Aufgabe gegen einen bärenstraken Gegner. Aber wir wollen die Aufgabe lösen. Die Jungs sind schon wieder ganz heiß", sagte FSV-Coach Jürgen Klopp vor der Partie gegen die Rostocker, die auf fremden Plätzen allerdings noch ungeschlagen sind.

Ungeschlagen in der Liga ist auch Schalke unter Trainer Ralf Rangnick. Drei Siege in drei Spielen stehen für den Coach zu Buche, der im Gastspiel beim Aufsteiger 1. FC Nürnberg auf Tore des wiedererstarkten brasilianischen Torjägers Ailton hofft.

Autor: tok

Kommentieren