Mit einem 3:0-Sieg über Borussia Mönchengladbach hat der VfL Bochum seine Negativserie beendet. Preuß, Wosz und Madsen erzielten die Bochumer Tore. Für die Neururer-Elf war es der erste Sieg seit dem dritten Spieltag.

Bochum beendet die Negativserie

26. Oktober 2004, 22:42 Uhr

Mit einem 3:0-Sieg über Borussia Mönchengladbach hat der VfL Bochum seine Negativserie beendet. Preuß, Wosz und Madsen erzielten die Bochumer Tore. Für die Neururer-Elf war es der erste Sieg seit dem dritten Spieltag.

Im 1000. Bundesligaspiel seiner Vereinsgeschichte ist beim VfL Bochum der Knoten geplatzt. Die Westfalen feierten durch das 3:0 (0:0) im Kellerduell gegen Borussia Mönchengladbach den ersten Heimsieg der Saison und den ersten Dreier nach zuletzt neun Pflichtspielen in Folge ohne Sieg. Während die Bochumer sich durch den zweiten Saisonsieg ein wenig Luft im Tabellenkeller verschafften, befinden sich die Gladbacher nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Spielen wieder mitten im Abstiegskampf.

Gladbachs Strasser sah Gelb-Rot

Die Führung der Hausherren vor 30.975 Zuschauern im Ruhrstadion gelang Neuzugang Christoph Preuß (54.). Der Ex-Leverkusener war erst in der 29. Minute für den am Oberschenkel verletzten Abwehrchef Raymond Kalla eingewechselt worden. In der 85. Minute sorgte dann Dariusz Wosz für die Vorentscheidung, ehe Peter Madsen in der 90. Minute zum Endstand traf. Zu allem Überfluss muss Gladbach im Heimspiel gegen Bayern München am Samstag auf Abwehrspieler Jeff Strasser verzichten, der in der 60. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah.

"Die Nervosität und der Druck waren ungemein groß für uns. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir mehr und mehr an Sicherheit gewonnen. Jetzt sind wir wieder auf einem guten Weg, unser Saisonziel, einen einstelligen Tabellenplatz, zu erreichen", sagte VfL-Trainer Peter Neururer. "In der ersten Halbzeit haben wir unsere Chancen nicht verwertet. Danach sind wir für unsere Fehler bitter bestraft worden. Die Enttäuschung ist riesengroß", stellte Gladbachs Torhüter Darius Kampa fest.

Gladbach in Hälfte eins das bessere Team

Die Gladbacher, die zum letzten Mal auf ihren gesperrten "Handballer" Oliver Neuville verzichten mussten, waren allerdings zumindest in der ersten Halbzeit das bessere Team. Doch Ivo Ulich (18.) scheiterte mit seinem Kopfball ebenso an Bochums Torwart Rein van Duijnhoven wie Vaclav Sverkos und Enrico Gaede bei ihrer Doppelchance in der 33. Minute.

Bochum blieb auch im neuen 4-4-2-System mit den offensiven Mittelfeldspielern Dariusz Wosz und Zvjezdan Misimovic genau wie bei der 0:3-Pleite beim VfL Wolfsburg zunächst weit unter ihren Möglichkeiten. Lediglich Misimovic (9. und 28.) sorgte mit zwei Fernschüssen ansatzweise für Gefahr.

Bochum nach der Pause stärker

Nach der Pause kam das Team von Trainer Peter Neururer allerdings besser ins Spiel und erarbeitete sich ein deutliches Übergewicht. Den Lohn ernteten die Gastgeber schon in der 54. Minute, als Preuß nach einer Kopfballvorlage von Vratislav Lokvenc mit einer Körpertäuschung die halbe Borussen-Abwehr düpierte und aus gut elf Metern mit einem Flachschuss Darius Kampa keine Chance ließ. Danach sorgten die verunsicherten Gladbacher nur noch sporadisch für Gefahr vor dem Bochumer Tor. Wosz und Madsen nutzen am Ende die Nachlässigkeiten der Gäste brutal aus.

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