Favoritenschreck FSV Mainz 05 will am 9. Spieltag der Bundesliga auch die Schalker Gastgeber in der Arena AufSchalke ärgern. Im zweiten Sonntagspiel (beide 17.30 Uhr) empfängt der SC Freiburg den VfB Stuttgart.

Unbekümmerte Mainzer wollen Schalker ärgern

24. Oktober 2004, 08:21 Uhr

Favoritenschreck FSV Mainz 05 will am 9. Spieltag der Bundesliga auch die Schalker Gastgeber in der Arena AufSchalke ärgern. Im zweiten Sonntagspiel (beide 17.30 Uhr) empfängt der SC Freiburg den VfB Stuttgart.

Ohne Angst vor großen Namen zieht Aufsteiger FSV Mainz 05 in der Bundesliga bisher seine Kreise. Am 9. Spieltag will das noch ungeschlagene Team von Erfolgscoach Jürgen Klopp seine Erfolgsstory am Sonntag (17.30 Uhr/live bei Premiere) bei Ligakonkurrent Schalke 04 fortsetzen und dabei nebenbei einem weiteren Aspiranten im Kampf um einen Platz im internationalen Geschäft ein Bein stellen. Gleichzeitig will der VfB Stuttgart beim derzeit strauchelnden SC Freiburg die Tabellenführung und eine Serie von 13 Pflichtspielen ohne Niederlage verteidigen.

6500 Mainzer Fans reisen an

Frei von jeglichen Sorgen gehen die Mainzer in die Partie gegen die "Knappen". Der hochdramatische 2:1-Erfolg gegen Meister Werder Bremen am vergangenen Samstag hat die Stimmung nach sieben Partien in Serie ohne Niederlage weiter angeheizt. "Wir genießen die Leichtigkeit des Daseins. Es steht nirgendwo geschrieben, dass wir nicht noch mehr erreichen können", meinte FSV-Präsident Harald Strutz.

Völlig euphorisch nach 15 Punkten aus acht Spielen ist auch die Mainzer Fangemeinde: 6500 Schlachtenbummler werden den furios gestarteten Neuling in die Arena AufSchalke begleiten, um die "Spaßfußballer" mit Karnevalsliedern zum nächsten "Dreier" zu tragen. FSV-Coach Jürgen Klopp bereitete sich schon mal persönlich auf die Atmosphäre in der Arena vor und beobachtete die Schalker beim 1:1 im UEFA-Cup-Gruppenspiel gegen den FC Basel.

Klopp will Asamoah das Spiel verderben

"Das wird ein absolutes Highlight. Diese Kulisse wird uns beflügeln, für viele Spieler ist es die Erfüllung ihrer Träume, in so einem Stadion zu spielen", meinte Klopp, der weniger den Einsatz des letztjährigen Torschützen Ailton fürchtet, als den eines wiedererstarkten Nationalspielers. "Gerald Asamoah ist in der Form seines Lebens. Es ist unsere Aufgabe ihn nicht zur Entfaltung kommen zu lassen."

Trotz der mit zwei Siegen makellosen Ligabilanz des neuen Trainers Ralf Rangnick gehen die "Königsblauen" zurückhaltend in die Partie gegen den "Favoritenschreck". "Ich habe gehofft, dass wir schon weiter sind", meinte Rangnick, der auch dem wegen seiner späten Einwechslung gegen Basel stocksaueren Ailton erneut keine Garantie auf einen Einsatz von Beginn an geben wollte: "Entscheidend ist die Form eines Spielers. Ist er einer, der den Mainzern weh tun kann? Wenn er am Sonntag so schnell auf dem Platz ist wie am Donnerstag in der Kabine, sind wir alle zufrieden."

Grippewelle schwächt Freiburg

Mehr als zufrieden ist derzeit Matthias Sammer. Der Trainer des VfB Stuttgart hat mit seinem Team die letzten sechs Spiele allesamt gewonnen. Zudem steht Nationalstürmer Kevin Kuranyi wieder zur Verfügung, der bei seinem ersten Einsatz von Beginn an nach seiner Verletzung im UEFA-Cup beim lockeren 5:1-Erfolg gegen den SK Beveren gleich wieder erfolgreich war. Was die derzeit schwächelnden Breisgauer am Sonntag zu befürchten haben, machte Mittelfeldspieler Horst Heldt deutlich: "Freiburg spielt ja ähnlich wie Beveren."

So sehr die Formkurve der Stuttgarter nach oben zeigt, so sehr suchen die einstigen Breisgau-Brasilianer in dieser Runde noch nach alter Stärke. Drei Spiele in Folge verloren, seit sechs Runden sieglos und dazu noch der Fluch einer mysteriösen Grippewelle. Der Niederländer Ellery Cairo soll dabei fünf seiner Mitspieler angesteckt haben. "Jeder Punkt, den wir in dieser Phase holen, zählt wirklich doppelt", meinte Finke, der im neuen badenova-Stadion mit seiner Elf in der Bundesliga noch immer auf den ersten Heimsieg wartet.

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