Peter Neururer ist nicht zu beneiden. Der Aufstiegszug ist trotz einer kleinen rechnerischen Chance ohne den MSV abgebraust.

MSV: Neururer nimmt die Mannschaft in die Pflicht

Staake ab sofort im Aufsichtsrat

01. Mai 2009, 10:07 Uhr

Peter Neururer ist nicht zu beneiden. Der Aufstiegszug ist trotz einer kleinen rechnerischen Chance ohne den MSV abgebraust.

Und trotzdem muss der Coach in den letzten Wochen versuchen, die Spannung oben zu halten. Im Training gelingt es zwar größtenteils, dennoch hat der Fußballlehrer bei den Einheiten das ein oder andere Defizit ausgemacht. „Es gab einige gute Zweikämpfe in den Trainingsspielen, aber auch etliche Situationen, in denen sie nicht stattgefunden haben.“ Neururer hebt den Zeigefinger: „Das gibt es nur bei Teams, bei denen es um nichts mehr geht. Aber das ist bei uns nicht der Fall.“

Über die erste Liga möchte er aber auch nicht mehr sprechen. Dafür streicht er allerdings heraus, dass mit den Ausfällen von Dorge Kouemaha und Mihai Tararache, die in Ahlen beide die fünfte Gelbe Karte gesehen haben, zwei Plätze in der Startelf frei werden. „Das muss Motivation genug sein, sich voll reinzuhängen.“ Denn schließlich haben die Akteure noch laufende Verträge bis zum 30. Juni. „Sie werden voll bezahlt, also müssen sie auch die volle Leistung bringen“, macht Neururer deutlich.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/675-679_preview.jpeg Walter Hellmich hat den Aufsichtsrat mit dem Experten Erich Staake verstärkt.[/imgbox]
Dabei nimmt er besonders die Offensive in die Pflicht. Denn außer Cedrick Makiadi (15 Tore) und Dorge Kouemaha (11) hat sich niemand mit einem Killerinstinkt herauskristallisiert. „Wenn ich sehe, welche sensationellen Dribblings Marcel Heller bei den Einheiten hinlegt, ist es einfach fantastisch. Aber er hat erst ein Mal getroffen“, bemängelt Neururer. Das gilt auch für Änis Ben-Hatira. „Er hat eine tolle Technik und einen guten Schuss. Aber die Effektivität stimmt einfach nicht“, will Neururer nicht nur auf sein Duo Makiadi/Kouemaha, welches ohnehin durch den Abgang Makiadis gesprengt werden wird, bauen.

Bauen wird er indes weiter auf die Spieler, die auch im nächsten Jahr bei den „Zebras“ bleiben. Und da hat vorallem Nicky Adler mit seiner guten Vorstellung in Ahlen Bonuspunkte gesammelt. „Das war ein toller Auftritt und auch sonst macht er sich hervorragend“, stellt der ehemalige Bochumer seinem Youngster ein gutes Zeugnis aus. „Aber darauf darf man sich nicht ausruhen.“

Aber nicht nur sportlich ist der MSV im Umbruch. Auch hinter den Kulissen stellt sich der Klub neu auf. Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport), ist mit sofortiger Wirkung neues Mitglied im Aufsichtsrat der MSV Duisburg GmbH & Co.KGaA. „Damit ist es uns gelungen, einen der führenden Wirtschaftsvertreter der Region für den MSV zu gewinnen“, freut sich „Boss“ Walter Hellmich. Seit über zehn Jahren ist Staake der Chef bei der Handels- und Verkehrsdrehscheibe der Rhein-Ruhr-Region und zudem Mitglied des MSV Duisburg.

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