Fast genau auf den Tag vor einem Jahr setzte der FC Schalke mit der Verpflichtung des Bremer Star-Duos Mladen Krstajic und Ailton einen krachenden Paukenschlag. In diesem Herbst ist von Transfer-Tätigkeiten der Gelsenkirchener noch nichts zu spüren. Einen Namen aber sollte man sich für die kommenden Wochen merken: Er lautet Patrick Helmes.

SCHALKE - Helmes der nächste Altintop?

hb
18. Oktober 2004, 10:52 Uhr

Fast genau auf den Tag vor einem Jahr setzte der FC Schalke mit der Verpflichtung des Bremer Star-Duos Mladen Krstajic und Ailton einen krachenden Paukenschlag. In diesem Herbst ist von Transfer-Tätigkeiten der Gelsenkirchener noch nichts zu spüren. Einen Namen aber sollte man sich für die kommenden Wochen merken: Er lautet Patrick Helmes.

Fast genau auf den Tag vor einem Jahr setzte der FC Schalke mit der Verpflichtung des Bremer Star-Duos Mladen Krstajic und Ailton einen krachenden Paukenschlag. In diesem Herbst ist von Transfer-Tätigkeiten der Gelsenkirchener noch nichts zu spüren. Einen Namen aber sollte man sich für die kommenden Wochen merken: Er lautet Patrick Helmes.

Der 20-jährige Stürmer spielt beim Regionallisten Sportfreunde Siegen und hat ob seines großen Talents nicht nur das Interesse der Königsblauen auf sich gezogen. So fanden sich am vergangenen Freitag beim 0:0 des aktuellen Süd-Spitzenreiters gegen die Offenbacher Kickers „Spione“ aus Mönchengladbach, Dortmund und Bochum ein. Auch Andreas Müller weilte im Leimbach-Stadion, um Helmes persönlich zu beobachten. „Er ist sehr schnell, hat eine gute Ballannahme und kann rechts wie links schießen“, nennt der S04-Team-Manager die Qualitäten des Youngsters.

Am Dienstag dieser Woche klopfte Müller bei Helmes’ Berater Gerd vom Bruch die Perspektiven für die Zukunft ab. „Auf den Jungen stürzt jetzt unheimlich viel ein. Viele Vereine sind auf ihn aufmerksam geworden. Wenn du hier vor der Haustür so ein außergewöhnliches Talent hast, dann wäre es natürlich fahrlässig von uns, sich nicht darum zu kümmern“, würde Müller den frisch gebackenen „U21“ –Nationalspieler gerne in königsblau sehen. Aber: „Die Frage ist, ob das Sinn macht? Mit Mike Hanke und Michael Delura haben wir zwei junge Stürmer, die sich gegen so arrivierte Leute wie Ailton, Ebbe Sand und Gerald Asamoah durchsetzen müssen. Genau vor dieser Situation hat sich auch Halil Altintop gescheut, der im vergangenen Jahr gegen Ebbe Sand, Emile Mpenza und Victor Agali keine richtige Chance sah.“

Im Gegensatz zu einem Hamit Altintop, der vor über einem Jahr für eine konkrete Position im Schalker Mittelfeld von der SG Wattenscheid geholt wurde, könnte Helmes bei der Auswahl an hochkarätiger Konkurrenz im S04-Angriff untergehen. Denn dass ein Sand nicht am 30. Juni 2005, wenn sein Vertrag ausläuft, humorlos in Richtung Heimat abgeschoben wird, das ist für Müller bereits jetzt klar. „Ebbe ist ja noch kein Opa und sportlich wie menschlich ein ganz wichtiger Spieler für uns“, betont der 41-Jährige.

Um sich das Riesentalent nicht durch die Lappen gegen zu lassen, könnte im Fall Helmes das Modell der „einfachen Ausleihe“, welches beim DFB-Bundestag am 22./23. Oktober in Osnabrück behandelt werden soll, greifen. „Man könnte darüber nachdenken, ihn für ein oder zwei Jahre bei einem Verein, wo er Spielpraxis erhält, reifen zu lassen“, nickt Müller.

Autor: hb

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