Ein Treffer von Rade Prica hat Hansa Rostock einen 1:0 (0:0)-Erfolg beim VfL Bochum beschert. Durch den zweiten Saisonerfolg verließ die Mannschaft von Trainer Juri Schlünz die Abstiegsränge.

Prica lässt Hansa Rostock jubeln

16. Oktober 2004, 17:40 Uhr

Ein Treffer von Rade Prica hat Hansa Rostock einen 1:0 (0:0)-Erfolg beim VfL Bochum beschert. Durch den zweiten Saisonerfolg verließ die Mannschaft von Trainer Juri Schlünz die Abstiegsränge.

Der VfL Bochum gerät nach dem Aus im UEFA-Cup und im DFB-Pokal in der Bundesliga immer mehr unter Druck. Die Westfalen verloren gegen den Tabellenletzten Hansa Rostock mit 0:1 (0:0), kassierten die zweite Heimniederlage und sind mittlerweile seit acht Pflichtspielen in Folge ohne Sieg. Die Rostocker, die seit sieben Jahren im Ruhrstadion nicht mehr verloren haben, verließen dagegen nach dem zweiten Saisonsieg das Tabellenende.

Das Tor des Tages vor 24.902 Zuschauern erzielte Rade Prica mit einem Schuss aus 20 Metern in der 75. Minute. Besonders in der ersten Halbzeit ließ das Team von Trainer Juri Schlünz ein gutes halbes Dutzend klarster Torchancen ungenutzt.

So hatten es die erneut enttäuschenden Bochumer nur Torwart Rein van Duijnhoven und Abwehrspieler Sören Colding zu verdanken, dass es zur Halbzeit noch 0:0 stand. Van Duijnhoven parierte gegen Thomas Rasmussen (7.), Prica (8.), David Rasmussen (38.) und erneut Prica (44.) jeweils mit Klasseparaden. Colding lenkte zunächst einen Schuss von Joakim Persson (24.) in letzter Sekunde neben das Tor und klärte danach gleich zweimal für seinen geschlagenen Schlussmann bei einem Kopfball beziehungsweise einem Schuss von Antonio da Silva (42., 44.) auf der Linie.

Die Gastgeber, die mit den erstmals in dieser Saison mit drei Spitzen spielenden Rostockern nie zurecht kamen, konnten vor der Pause kaum für Torgefahr sorgen. Erst in der 68. Minute verpasste der seit Wochen glücklos agierende Vratislav Lokvenc nach einem Pass von Kapitän Dariusz Wosz per Direktannahme die Führung nur knapp. Doch die mutige Aufstellung von Schlünz zahlte sich noch aus, als Prica die verdiente Führung erzielte. Die Abwehr der Gäste, die besonders bei den vier Heimniederlagen im Ostseestadion nie überzeugen konnte, ließ diesmal kaum Chancen des Gegners zu.

Autor:

Kommentieren