Während bei Urania Lütgendortmund schon mal die Aufstiegsshirts verteilt wurden, wird in den restlichen Kreisligen noch um den Platz an der Sonne gekämpft. Fast ausschließlich Zweikämpfe - inklusive Entscheidungsspiel - müssen da für Spannung im oberen Tabellenbereich sorgen. Auch die Abstiegsfrage ist für einige Vereine mittlerweile geklärt - womit für die Verantwortlichen zumindest Planungssicherheit besteht. Das alles und noch viel mehr lesen Sie in unserem Kreisliga kompakt.

Dortmund: Kreisliga kompakt

"Haben natürlich ein paar Bierchen getrunken"

Markus Kleine-Beck
27. April 2009, 23:38 Uhr

Während bei Urania Lütgendortmund schon mal die Aufstiegsshirts verteilt wurden, wird in den restlichen Kreisligen noch um den Platz an der Sonne gekämpft. Fast ausschließlich Zweikämpfe - inklusive Entscheidungsspiel - müssen da für Spannung im oberen Tabellenbereich sorgen. Auch die Abstiegsfrage ist für einige Vereine mittlerweile geklärt - womit für die Verantwortlichen zumindest Planungssicherheit besteht. Das alles und noch viel mehr lesen Sie in unserem Kreisliga kompakt.

Kreisliga A1

Weil der FK Sharri mit einem 3:3 beim Tabellenvierten RW Bodelschwingh auch die letzten theoretischen Chancen auf einen Aufstieg eingebüßt hat, kann die Urania aus Lütgendortmund nach dem 5:2-Erfolg bei Mengede 08/20 II die Sektkorken knallen lassen. Mit 17 Punkten Vorsprung bei fünf verbleibenden Partien ist ihnen die Pole Position nicht mehr zu nehmen. "Wir haben auf das Ergebnis aus Sharri gewartet, und als dann klar war, dass wir durch sind, haben wir natürlich ein paar Bierchen getrunken", schmunzelt der erste Vorsitzende von Urania, Günter Köhle.

Sein Team aus Eigengewächsen hat die letzten Jahre immer wieder mal an der Spitze gekratzt und es nun endlich geschafft. "Das Team war hungrig, die wollten unbedingt aufsteigen - und haben es geschafft." Die Truppe soll nun auch so zusammen gehalten werden. "Wir führen zwar einige Gespräche, aber das Team soll zusammen gehalten werden. Der Erfolg gibt uns ja auch recht", sagt Köhle.

Derweil wird es am anderen Ende der Tabelle für den SV Westrich nach der Niederlage gegen SuS Oespel Kley ganz eng. Denn auch wenn die Konkurrenz aus Bövinghausen ebenfalls verloren hat, bleiben sechs Punkte für die Westricher eine hohe Hürde. Sieben Punkte müssen daher in den kommenden fünf Spielen her, wenn zumindest eine Minimalchance auf den Klassenerhalt gewahrt werden soll – vielleicht mit einer kleinen Serie wie am 20. und 21. Spieltag, als mit zwei Siegen in Folge der Anschluss wiederhergestellt wurde. Oder nach dem Vorbild der DJK Eintracht Dorstfeld, die nach vier Siegen in Serie am Wochenende knapp gegen den SG Lütgendortmund verlor, sich aber mit einem Acht-Punkte-Polster wohl in sichere Gefilde begeben hat.

Ganz nebenbei war der letzte Spieltag der Torreichste der Saison: mindestens vier Tore wurden in jedem Spiel erzielt, insgesamt klingelte es 42 Mal.

Kreisliga A2

Die Spvg Berghofen und der Hörder SC marschieren beide nach Heimsiegen weiter im Gleichschritt vorneweg. Einzig das Torverhältnis verschafft den Berghofenern momentan den ersten Rang – den direkten Vergleich konnten die Hörder für sich entscheiden. Bleibt also die Frage, wessen Restprogramm den größten Stolperstein enthält. Die Mannschaft von Coach Ingo Kleefeldt muss nach dem Spitzenspiel nächste Woche in Schwerte nur noch bei vermeintlich leichten Gegnern antreten, während die Truppe von Oliver Blinne es mit Teams aus dem Mittelfeld der Tabelle zu tun bekommt. Für Spannung ist hier also gesorgt.

Währenddessen kämpfen nach wie vor sechs Teams, um möglichst viele Zähler Abstand vor den Abstiegs- und möglichen Relegationsplätzen zu ergattern. Von diesen sechs konnten nur zwei Teams jeweils einen Zähler am Wochenende ergattern. Die Zweitvertretungen von ÖSG Viktoria 08 Dortmund und DJK Eintracht Dorstfeld können wohl langsam aber sicher für die Kreisliga B planen. Fünf bzw. sechs Zähler Abstand zum rettenden Ufer sind kein Pappenstiel für ein Team im Abstiegssumpf.

Kreisliga A3

Mit einem knappen 3:2-Erfolg über TuRa Asseln marschiert der FV Scharnhorst weiter vornweg. "Wir haben früh mit 0:1 zurück gelegen, dann hat sich Asseln hinten rein gestellt und gekontert. Da ist es dann immer schwer, sich noch mal zurück zu kämpfen. Wir haben dann aber früh in der zweiten Hälfte ausgeglichen, haben ohnehin nur noch auf ein Tor gespielt und sind dann zum Glück noch verdientermaßen belohnt worden", gibt der sportliche Leiter des FV, Peter Kullakowski, zu Protokoll. Nach wie vor dicht gefolgt sind die Scharnhorster vom VfB Lünen, der sich beim Derby gegen den FC Lünen keine Blöße gab.

Derweil scheinen auch in dieser Liga zwei Zweitvertretungen den bitteren Gang in die B-Liga antreten zu müssen. Sowohl Phönix Eving II als auch SV Brackel II haben fünf Spieltage vor Saisonschluss acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Während Eving am letzten Wochenende noch mal drei Punkte sammelte und ein Lebenszeichen von sich gab, warten die Jungs vom SV Brackel seit mittlerweile 13 Spielen auf einen Sieg.

Kreisliga B1

Der Kampf um die Tabellenführung wird wieder spannend. Seit mittlerweile drei Spielen wartet der SC Osmalispor auf einen Sieg, nur fünf Punkte gab es aus den letzten fünf Spielen – zu wenig im Aufstiegskampf. Den ersten Rang konnten die SC'ler trotzdem verteidigen, denn der ehemalige Tabellenführer Hellweg Lütgendortmund reiht sich nahtlos in die Reihe der schwächelnden Aufstiegskandidaten ein. Vier Niederlagen in Folge gab es zuletzt für die Mannen vom Feldgarten.

Diese beiden haben ihren zwischenzeitlichen Zehn-Punkte-Vorsprung also komplett eingebüßt. Nutznießer dieser Schächephase sind vor allem die „Galaktischen“ vom FC Merkur, die zwar ihrerseit aus den letzten sechs Partien ebenfalls nur zwölf Punkte holen konnten, nun aber mit einem Spiel weniger auf dem Konto bei vier Punkten Rückstand auf den Platz an der Sonne ebenfalls wieder vom Aufstieg träumen dürfen. Dabei profitierten die Merkurianer noch von der Niederlage des SC Dorstfeld II, die gegen den FC Nette mit 1:2 verloren.

Im Tabellenkeller sind derweil erneut zwei Zweitvertretungen, diesmal vom TuS Rahm und vom SuS Oespel Kley, in akuter Abstiegsgefahr. Dabei ist der SuS nach zwischenzeitlich sieben Punkten in Serie wieder in alte Muster zurückgefallen, während der TuS seit mittlerweile 16 Spielen auf einen Dreier wartet und für einen Kraftakt nach Kleyer Art wohl nicht zu haben ist.

Kreisliga B2

Der FC Sarajewo Bosna baut seine überragende Serie auf 15 Siege in Folge aus und bleibt weiterhin trotzdem nur Zweiter. Denn auch die „Zweite“ vom FC Brünninghausen hat sich nach der Niederlage der letzten Woche wieder gefangen und gibt sich Zuhause gegen EtuS/DJK Schwerte II keine weitere Blöße. Damit ziehen die beiden mit zehn Punkten vor dem Tabellendritten SpVg Berghofen II, die nur 2:2 gegen den VfL Hörde spielten, an der Spitze einsam ihre Kreise .

Nach einer kleinen Vier-Punkte-Serie hat sich indes der VfR Sölde II gegen BSV Fortuna Dortmund eine 0:2-Niederlage eingefangen und sollte langsam für die C-Liga planen. Davor wird es aber noch mal spannend, denn bis rauf zu Rang zehn ist noch alles möglich – auch wenn sechs Punkte Unterschied im Abstiegskampf fast schon Welten sein können.

Kreisliga B3

Die Sportfreunde Ay Yildiz haben eigentlich nur noch eine Hürde zu überwinden, bevor der Aufstieg gefeiert werden kann: In zwei Wochen geht es nach Gahmen, wo die Mannen von Ahmet Karayildiz gegen die ortsansässige direkte Konkurrenz punkten müssen. Im Hinspiel gab es zuhause einen knappen 2:0-Erfolg. Es könnte also noch einmal spannend werden.

Für den SC Husen Kurl III ist die Saison gelaufen. Der Abstieg steht fest, auch theoretisch ist da nichts mehr zu machen. Daneben muss Türkspor Dortmund II aufpassen, damit der Anschluss an die oberen Ränge nicht gänzlich verloren geht. Denn die Sportunion Dortmund hat am Wochenende mit einem 7:1 gegen Husen Kurl den höchsten Saisonsieg gefeiert und sich ein wenig Luft nach unten verschafft.

Kreisliga B4:

Auch hier bleibt es beim Zweikampf um den Aufstieg. RW Barop III und DJK TuS Körne II marschieren weiter einsam vorneweg. Am vorletzten Spieltag kommt es zum wahrscheinlich entscheidenden Duelll der beiden. Im Hinspiel konnten sich die Rot-Weißen noch knapp mit 2:1 durchsetzen. Das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen.

Beim Kirchhörder SC 58 III gehen derweil die B-Liga-Lichter aus. Auch rechnerisch ohne Chancen, sehen wir die „Dritte“ im nächsten Jahr in der Kreisliga C. Damit ist auch hier der Abstiegskampf praktisch gelaufen, auch wenn theoretisch noch durch die Relegationsregelung Gefahr für bis zu vier Teams bestehen könnte.

Autor: Markus Kleine-Beck

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