DORTMUND: "Team hat es verdient, belohnt zu werden"

raka
15. Oktober 2004, 11:15 Uhr

Es ist ein Wiedersehen, das nur einem Freude bereiten soll. Beim Gastspiel in Stuttgart trifft der BVB auf seinen Ex-Spieler und Trainer Matthias Sammer, der insgesamt drei Deutsche Meisterschaften sowie den Gewinn der Champions League und des Weltpokals mit den Schwarz-Gelben feiern konnte.

Es ist ein Wiedersehen, das nur einem Freude bereiten soll. Beim Gastspiel in Stuttgart trifft der BVB auf seinen Ex-Spieler und Trainer Matthias Sammer, der insgesamt drei Deutsche Meisterschaften sowie den Gewinn der Champions League und des Weltpokals mit den Schwarz-Gelben feiern konnte. Der Rotschopf verheimlicht nicht, dass die Begegnung für ihn schon einen besonderen Stellenwert besitzt, doch er wäre nicht er selbst, wenn der VfB-Coach nicht nüchtern feststellen würde: "Es geht nicht um mich, es geht um drei Punkte."
Die benötigt sein Kontrahent Bert van Marwijk noch dringender, zwar sind die Dortmunder seit sechs Spieltagen ungeschlagen, doch zuletzt sprang fünfmal hintereinander lediglich ein Punkt heraus. "Ich gebe nicht so gerne Tipps ab, aber ich möchte gewinnen", lehnt sich der Holländer angesichts der eher etwas unbefriedigenden Tabellensituation weiter als gewohnt aus dem Fenster. "Wenn es klappen sollte, dann weil meine Mannschaft es verdient hat, für ihre guten Leistungen endlich wieder belohnt zu werden." Für den ehemaligen Rotterdamer steckt im übrigen keine besondere Brisanz in der Partie, auch wenn Sammer die Borussen in- und auswendig kennt. Psychotricks sind seiner Auffassung nach unangebracht, "Wir werden uns genau so gründlich wie auf jedes Spiel vorbereiten."
Bis zum Anpfiff wird van Marwijk allerdings noch einige personelle Nüsse knacken müssen. Insbesondere der Ausfall von Henrique Ewerthon (Muskelfaserriss) nervt ihn "im Moment haben wir wirklich kein Glück", zumal mit Salvatore Gambino die erste Alternative ebenfalls verletzungsbedingt passen muss. Daher dürfte Leonardo Dede wahrscheinlich auf dem linken Flügel für Wirbel sorgen dürfen. Im Mittelfeld hat Florian Kringe nach seiner guten Vorstellung in der zweiten Halbzeit gegen Nürnberg die Nase vor, auch weil Sebastian Kehl wohl nicht für 90 Minuten zur Verfügung stehen kann.
Auf der Gegenseite hoffen die Gastgeber auf das Comeback von Kevin Kuranyi. Der Goalgetter kehrte am Dienstag ins Stuttgarter Mannschaftstraining zurück und hofft, schon am Samstag einsatzfähig zu sein.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:
VFB: Hildebrand - Hinkel, Stranzl, Babbel, Lahm - Soldo - Meißner, Hleb, Heldt - Cacau, Kuranyi.
BVB: Warmuz - Evanilson, Demel, Wörns, Jensen - Kringe, Oliseh, Dede - Rosicky - Odonkor, Koller.

Autor: raka

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