Die Aktionäre von Borussia Dortmund werden sich über diese Zahlen wohl nicht freuen: Der Bundesligist schloss das Geschäftsjahr 2003/2004 mit einem Rekordminus von 67,5 Millionen Euro ab.

Rekordverlust bei Börsenklub Borussia Dortmund

tw
08. Oktober 2004, 16:37 Uhr

Die Aktionäre von Borussia Dortmund werden sich über diese Zahlen wohl nicht freuen: Der Bundesligist schloss das Geschäftsjahr 2003/2004 mit einem Rekordminus von 67,5 Millionen Euro ab.

Auf der offiziellen Bilanzpressekonferenz hat Borussia Dortmund seine mit Spannung erwarteten Zahlen offengelegt. Danach hat der Klub das Geschäftsjahr 2003/04 mit einem Rekordminus von 67,5 Millionen Euro abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten stiegen von 72,1 auf 118,2 Millionen Euro. Den Fehlbetrag, der im ersten Halbjahr 29,4 Millionen Euro betragen hatte, führten die Verantwortlichen auf das Verpassen der Champions League und das frühe UEFA-Cup-Aus zurück.

Die Gesamtleistung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA sank deutlich von 155 auf 97,4 Millionen Euro. Eklatante Rückgänge musste der BVB bei den Einnahmen aus Sponsoring und TV-Vermarktung verkraften. Die Werbeerlöse gingen von 44,9 auf 25,7 Millionen Euro zurück. Die TV-Gelder sanken von 39,9 auf 19,3 Millionen Euro. Zuwächse gab es beim Ticketverkauf, der 20,3 Millionen Euro einbrachte (plus 13 Prozent) und im Bereich Merchandising (14,4/plus 27 Prozent).

Auf der Ausgabenseite wurden die Personalaufwendungen von 67,7 auf 55,1 Millionen Euro reduziert. Die Abschreibungen blieben mit 28,5 Millionen (Vorjahr: 28,1) weitgehend unverändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 51,8 auf 76,2 Millionen Euro. Die Kommanditgesellschaft auf Aktien wies eine Bilanzsumme in Höhe von 232,5 Millionen Euro aus. Davon sind 81,8 Millionen Eigenkapital, im Vorjahr waren es noch 149,4 Millionen.

Kapitalerhöhung abgeschlossen

Parallel zu seinen Bilanzzahlen teilte der Klub den Abschluss seiner Kapitalerhöhung mit. Den Westfalen fließen durch die Maßnahme vor Abzug entstandener Kosten Barmittel in Höhe von rund 24,38 Millionen Euro zu. Die Borussen gaben dafür 9,75 Millionen neue Anteile zum Stückpreis von 2,50 Euro, was weniger als 25 Prozent des Ausgabe-Preises von 11,00 Euro beim Börsengang entspricht, aus.

Autor: tw

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