Für Olaf Thon wird auch in absehbarer Zeit kein neues Tätigkeitsfeld bei Schalke 04 frei sein.

Olaf Thon bei Schalke nicht gefragt

er
01. Oktober 2004, 20:05 Uhr

Für Olaf Thon wird auch in absehbarer Zeit kein neues Tätigkeitsfeld bei Schalke 04 frei sein. "Ich gehe davon aus, dass am 30. Juni Schluss ist", meinte der Weltmeister nach einem Gespräch mit Rudi Assauer resigniert.

Olaf Thons Zeit bei seinem Stammverein Schalke 04 geht dem Ende entgegen. Spätestens zum Saisonende plant das Idol des Bundesligisten seinen Abschied von den "Knappen". "Ich gehe davon aus, dass am 30. Juni spätestens Schluss ist - vielleicht auch schon früher", erklärte der Weltmeister von 1990 dem DSF nach einer Unterredung mit Manager Rudi Assauer über seine Zukunft bei den Königsblauen. In dem Gespräch hatte Assauer dem zurzeit als Repräsentant des Klubs tätigen Thon dargelegt, dass für das "Urgestein" bei dem früheren UEFA-Pokal-Sieger bis auf weiteres kein neues Tätigkeitsfeld vorhanden ist.

Interesse am Trainerjob

Thon hatte sich nach der Entlassung von Trainer Jupp Heynckes vor rund zwei Wochen als Nachfolger ins Gespräch gebracht. "Ich will Schalke auf jeden Fall helfen, egal wie. Ich bin schon mehrfach übergangen worden, jetzt will ich endlich eine verantwortliche Position, egal ob als Trainer oder Manager", forderte Thon.

"Wir hatten ein gutes Gespräch und haben über die Situation gesprochen", meinte Assauer, der Thon eine Vertragsverlängerung über 2005 hinaus als Repräsentant in Aussicht stellte. Mittelfristig jedoch werde für Thon auch an anderer Stelle "etwas zu machen sein".

"Manchmal muss man auch gehen"

Dem Schalker Idol scheint das zu wenig. "Ich bin Realist. Manchmal muss man auch gehen und Erfolge woanders sammeln. Und dann kann man auch mal gestärkt zurückkommen, und das ist sicherlich auch mein Ziel", sagte Thon. Dennoch möchte der frühere Münchner, der voraussichtlich Mitte Dezember seine Trainer-Ausbildung beendet, dem Klub verbunden bleiben: "Vielleicht lasse ich mich sogar für den Aufsichtsrat aufstellen und wählen."

Autor: er

Kommentieren