Der Blick auf die Tabelle bereitet in diesen Tagen keinem BVB-Anhänger so richtig Freude. Rang acht nach sechs Spieltagen haut niemanden vom Hocker, die Punkteausbeute noch weniger.

BVB: Rosicky sagt, was zählt

hg
01. Oktober 2004, 08:48 Uhr

Der Blick auf die Tabelle bereitet in diesen Tagen keinem BVB-Anhänger so richtig Freude. Rang acht nach sechs Spieltagen haut niemanden vom Hocker, die Punkteausbeute noch weniger.

Lediglich sieben Zähler konnten auf der Habenseite verbucht werden, ganze zwei Punkte mehr als das Tabellenschlusslicht Hannover 96 aufweisen kann. Aus spielerischer Sicht hätten die Schwarz-Gelben sich weit aus mehr verdienen können, wie Chrisian Wörns erneut anmerkt: "Eigentlich müssten wir Tabellenführer sein." Doch wer das Runde trotz zahlreicher Chancen nicht ins Eckige bekommt, der darf sich anschließend nicht beschwerden. Auch Coach Bert van Marwijk nicht, der schon reichlich frustriert betont: "Der Ball muss zwischen die Pfosten, gegen das Netz. Das kann ich niemandem mehr beibringen."
Offenbar auch Henrique Ewerthon nicht die entsprechende Konstanz. Bereits vor dem Match in Mainz hatte der Holländer erklärt: "Er ist ein Kreativspieler. Solche Typen bringen nie fünf oder sechs Matches hintereinander konstante Leistungen." Der Brasilianer wollte seinen Trainer nicht Lügen strafen und versiebte in der Karnevalsstadt gleich reihenweise hochkarätige Möglichkeiten. Gegen den 1. FC Nürnberg sind die Schwarz-Gelben jetzt gezwungen, endlich auf die Erfolgsspur einzukehren und den ersten Heimsieg unter Dach und Fach zu bringen. "Alles andere zählt nicht und wäre eine Riesenenttäuschung", stellt Tomas Rosicky klar, der zum großen Hoffnungsträger gegen die Franken gehört. Der Tscheche hat seine Bauchverletzung offenbar vollkommen auskuriert, denn am Dienstag präsentierte er sich im Training bestens gerüstet.
Das sind allerdings auch die Nürnberger, die auswärts wesentlich stabiler auftreten als zuhause, wo sie ebenfalls noch ohne Sieg sind. So ergatterten sie zuletzt ein 2:2 in der Leverkusener BayArena. Nach der Pleite gegen die Bielefelder Arminen kündigte Mittelfeldspieler Tommy Larsen deshalb an: "In Dortmund sieht man einen anderen Club. Einen, der punkten kann." Lieber nicht, sonst ist der Anblick der Tabelle aus schwarz-gelber Sicht noch weniger zu ertragen.

Autor: hg

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